Russland Ukraine Krieg Konflikt

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2026

26. JĂ€nner 2026 - EU Report đŸ‡©đŸ‡Ș @1980Aktuell via X.com (26.1.26) Russland veröffentlichte ein Video, das die Ausweitung der NATO-Grenzen von 1949 bis heute zeigt.

2025

Update Dezember 2025 - Die USA veröffentlichen ihre neue National Security Strategy 2025, was die Kriegstreiber Deutschlands in Aufruhr versetztDie EinschĂ€tzung von russischer Seite erfolgt am 10.12.2025, sachlich, unaufgeregt und dabei selbstbewusst, aber nicht selbstgefĂ€llig.

Update August 2025 - PrĂ€sident Trump und PrĂ€sident Putin in Alaska. Die Eliten Europas durften nach den Verhandlungen bei ihrem (einstigen?) VerbĂŒndeten vorsprechen. Mainstream-Berichte auf ORF.at: + + Trump und Putin starteten Gipfel zu Ukraine + + + Trump ohne Deal. Alaska-Gipfel „Geschenk fĂŒr Putin“. Bei den alternativen Medien waren sich jene, die sich selbst fĂŒr rechts (Report24) und links (Sebö) halten, ĂŒberraschend einig in der Bewertung des Gipfels. + + + + „Das US-russische Gipfeltreffen in Alaska war ein wichtiger symbolischer Schritt in die Richtung eines Friedens und nicht nur eines Waffenstillstands, der eine TĂ€uschung wĂ€re.“ (Selbstbestimmtes Österreich Sebö). â€žDer Gipfel in Alaska zwischen Donald Trump und Wladimir Putin markiert einen Wendepunkt. 
 Bleibt die Frage, ob Kiews Starrsinn und BrĂŒssels Bellizismus den Frieden noch sabotieren können.“ (Report24.news) + + + + + Eric Gujer, Chefredakteur der ZĂŒrcher Zeitung tanzt aus der Reihe des gleichgeschalteten Mainstreams: „Wenn Gebietsabtretungen an Russland Frieden bringen, sind sie den Preis wert.“ NZZ.ch (22.8.25) + + + + + + Das Zentralorgan der Neuen Deutschen Wirklichkeit bleibt indessen auf der Seite der Kriegstreiber: DIE ZEIT @zeitonline 22.8.25: â€žStehen bald deutsche Soldaten in der Ukraine? MilitĂ€rexperte Franz-Stefan Gady erklĂ€rt, wie ein Friedenseinsatz aussehen könnte – und welche Risiken dieser hĂ€tte.“

Update 25. April 2025  – Friedensverhandlungen Russland-Ukraine: „So sehen Trumps Friedensplan und der europĂ€ische Gegenvorschlag im Wortlaut aus. Die US-Regierung will die Krim dauerhaft in russische HĂ€nde ĂŒbergeben. Weitere Teile der Ukraine sollen „de facto“ von Russland kontrolliert werden. Dazu gibt es einen Gegenvorschlag der EU“; DiePresse.com (25.4.25) berichtet.

Update 16. April 2025 - Russische Botschaft Wien / ĐŸĐŸŃĐŸĐ»ŃŒŃŃ‚ĐČĐŸ Đ ĐŸŃŃĐžĐž ĐČ ĐĐČстроо - AuszĂŒge aus dem Interview des Außenministers Russlands, Sergej Lawrow, mit der Zeitung „Kommersant“ (Moskau, 14. April 2025)

‱ Die Wiederaufnahme eines normalen Dialogs mit dem US-PrĂ€sidenten Donald Trump ist eine natĂŒrliche Sache. <...> Das Wichtigste ist, dass es auf beiden Seiten den Willen dazu gibt, trotz der Probleme und der unterschiedlichen nationalen Interessen in einer Reihe von Fragen der internationalen Agenda. <...> Man muss sich als gut erzogene, höfliche Menschen treffen und einander zuhören.

Ru Botschaft Lawrow

‱ Wie PrĂ€sident Wladimir Putin kĂŒrzlich auf dem Kongress der Russischen Union der Industriellen und Unternehmer sagte: Wenn jemand von denen, die nach dem „Ruf“ ihrer Regierungen aus dem GeschĂ€ft in Russland geflohen sind, zurĂŒckkehren möchte, werden wir prĂŒfen, ob es fĂŒr dieses konkrete Unternehmen noch eine freie Nische gibt. <...> Viele davon sind bereits von unserem eigenen Business und von Unternehmern aus jenen LĂ€ndern besetzt, die weiterhin gearbeitet und ihre Verpflichtungen erfĂŒllt haben – sowohl in Bezug auf die BeschĂ€ftigung unserer BĂŒrger als auch auf die Versorgung der MĂ€rkte mit bestimmten GĂŒtern.

‱ Das Prinzip der Selbstbestimmung hĂ€ngt auf einfache Weise mit dem Prinzip der territorialen IntegritĂ€t zusammen. Die Resolution der UN-Generalversammlung in Form der ErklĂ€rung ĂŒber die Prinzipien der Beziehungen zwischen Staaten hat bereits 1970 verkĂŒndet, die territoriale IntegritĂ€t aller Staaten zu achten, deren Regierungen das Selbstbestimmungsprinzip nicht verletzen und daher die gesamte auf diesem Gebiet lebende Bevölkerung reprĂ€sentieren. Vertritt Selenskij mit seiner Clique etwa die Bevölkerung der SĂŒdostukraine? Niemals und unter keinen UmstĂ€nden.

‱ FĂŒr uns ist das Schicksal der Menschen natĂŒrlich von entscheidender Bedeutung, und zu sagen, dass die territoriale IntegritĂ€t der Ukraine nicht verletzt werden darf, bedeutet, die Russen, die russischsprachigen Menschen, die vor dem nazistischen Regime geflohen sind, wieder in die FĂ€nge dieser Monster zurĂŒckzubringen.

‱ All diese friedensstiftenden Schemata, die die „Macrons“ und „Starmers“ entwerfen, gehen davon aus, dass es nötig ist, wenigstens ein StĂŒck Land zu erhalten, auf dem ein offen nazistisches, russophobes Regime bestehen bleibt, das darauf ausgerichtet ist, einen weiteren Krieg gegen Russland vorzubereiten (wie es bereits mit den Minsker Vereinbarungen der Fall war). Das ist ein großes Problem fĂŒr das Renommee und den Ruf des Westens.

‱ Wir dĂŒrfen auf keinen Fall zulassen, dass jede Wiederaufnahme von Beziehungen in der Wirtschaft und anderen Bereichen wieder dazu fĂŒhrt, dass wir in AbhĂ€ngigkeit von irgendwelchen Ersatzteilen in allen möglichen Sektoren geraten, von deren Zustand das Wohlergehen und der allgemeine Status unseres Staates abhĂ€ngen. <...>

Update 6. MĂ€rz 2025 - US-PrĂ€sident Donald Trump konnte den Frieden in der Ukraine zwar nicht in 24 Stunden bringen, aber vielleicht schafft er es in 24 Wochen. Jedenfalls hat er eine 180-Grad-Wende eingleitet. Die Welt Ă€ndert sich in einem rasenden Tempo: „Von heute auf morgen sind die Transatlantiker Feinde Amerikas und die angeblichen Feinde Amerikas die Transatlantiker“, so Manfred Breitenberger (fischundfleisch.com 19.2.2025). Am 6.3.2025 analysiert er Selenskyj im Oval Office.

Update 23. Dezember 2024 - „Der Ukraine droht nach Trumps möglichem 'Deal' mit Putin der freie Fall. Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj bittet seit Monaten um Sicherheitsgarantien durch die Nato. Dass er sie bekommt, ist so gut wie ausgeschlossen. Echte Alternativen gibt es nicht“, analysiert Florian Niederndorfer in derStandard.at

Update 29. November 2024 – EinschĂ€tzung der NZZ.ch: Russland weitet den Krieg aus: Die Schweiz muss aufrĂŒsten. „Im russischen Fernsehen werden Ziele fĂŒr Luftangriffe in der EU diskutiert. Sabotageakte gegen kritische Infrastrukturen in der Ostsee und anderswo hĂ€ufen sich. Gleichzeitig verbreiten MittelsmĂ€nner des Kremls Warnungen an den Westen – sehr deutlich auch in der Schweiz: Akzeptiert den Willen Wladimir Putins, sonst droht der dritte Weltkrieg.“

2024

Update 6. November 2024 - Kalter Wind in Europa - Wir mĂŒssen uns warm anziehen. Kommentar auf fischundfleisch.com

GUM 1989 HTH 800

Update 8. Juli 2024 - EVALuierung Ukraine-Konflikt (EV-UK) von Karl-Heinz Hinrichs

Nordstream Kiesewetter CDU

16. August 2025: Roderich Kiesewetter, ehemaliger Bundeswehr-General, seit 2009 fĂŒr die CDU im Deutschen Bundestag.

Nordstream-Update 25. September.2024: Die Sabotage der Leitung war vom damaligen Oberbefehlshaber der Ukraine autorisiert, so Der Spiegel laut ORF:at

2. Oktober 2022 - Vergangene Woche hat der Russland-Ukraine-Krieg einen neuen Schauplatz bekommen. Am Montag, 26.9., wurde bekannt, dass es in der Gaspipeline Nord Stream 2 einen Druckabfall gegeben hat. "Der Doppelstrang der Pipeline Nord Stream 2 verlĂ€uft 1230 Kilometer von Russland durch die Ostsee bis nach Deutschland. Sie ist fertiggestellt und mit Gas gefĂŒllt, allerdings wurde durch sie nie Gas importiert", berichtet ARD.

Siehe auch: ARD ĂŒber Nordstream Chronik

Update 14. August 2024 - „Nord-Stream-AnschlĂ€ge: Polen bestĂ€tigt Haftbefehl gegen Ukrainer. Die polnischen Behörden haben bestĂ€tigt, dass bei ihnen wegen der AnschlĂ€ge auf die Nord-Stream-Pipeline ein Haftbefehl vorliegt. Der verdĂ€chtige Ukrainer soll von Mecklenburg-Vorpommern aus operiert haben“, berichtet tagesschau.de (14.8.24)

Es dauerte nicht lange, bis die Spekulationen ĂŒber die Verursacher der Sabotage aus den Löchern der Massenmedien sprudelten. Siehe ARD 27.9. und ARD 28.9.2022

Wahlweise werden US-Amerika, das schon im Sommer Deutschland vor einer Sabotage "gewarnt" habe, und Russland als Verursacher genannt. Dass die weitgehend ungeschĂŒtzte Unterseeleitung ausgerechnet in der Woche zum Objekt eines Angriffs wurde, in der Putin die SeparatistenfĂŒhrer aus Luhans, Donezk, Saporischschja und Cherson nach Moskau geladen hat, um die Vereinigung mit Russland zu besiegeln, kann wohl kein Zufall sein.

ErgĂ€nzung 29.11.22: Einheit in der EU: Deutsch-Europa "sanktioniert" russisches Gas durch die Pipeline, Franken-Europa importiert russisches FlĂŒssiggas auf Tankern. Bericht von n-tv.de 

7. MĂ€rz 2023 - Nachdem Seymour Hersh am 8. Februar aufgedeckt hat, dass die USA in Absprache mit Nato-Partner Norwegen die Nordstream Piplines gesprengt haben, eine Meldung die zumindest in allen alternativen Medien ausfĂŒhrlich diskutiert wurde (sogar die Berliner Zeitung hat darĂŒber berichtet), folgt genau einen Monat spĂ€ter via New York Times "unter Berufung auf mehrere anonyme US-Regierungsvertreter", das lauwarme Dementi, wonach "eine proukrainische Gruppe" die Sprengmeister waren. Details bringt naturgemĂ€ĂŸ der ORF.at

Die SchlĂŒsselbegriffe des Propagandakriegs in dieser Phase sind "Referendum" bzw "Scheinreferendum". WĂ€hrend die Regierungsmedien ARD und und die gleichgeschalteten Massenmedien ĂŒber "Scheinreferenden" (ohne AnfĂŒhrungszeichen" berichten, hat der Blogger "Benni" ĂŒber "Gute Referenden - böse Referenden" recherchiert. Ein Überblick ĂŒber die Bewertung von Referenden in den vergangenen 30 Jahren.

In welchem Geistes-Zustand sich die deutschen Medien - und mit ihnen die Mehrheit der EUropĂ€er - befinden, zeigt folgende Schlagzeile der Frankfurter Rundschau am 27.9.: "Eklat im Ukraine-Krieg: Hessischer Energie-Chef ist Wahlbeobachter bei 'Referendum' - Jetzt drohen Konsequenzen". Dass Stefan Schaller als Manager eines Landesbetriebes, der die Interessen tausender Kunden vertritt, versucht, sich vor Ort ein Bild zu machen ĂŒber ein Ereignis, das direkte Auswirkungen auf die kĂŒnftige Gaslieferungen haben kann, wird als Skandal betrachtet. Das ist die TrinitĂ€t der "neuen NormalitĂ€t", gleichzeitig Dreieinigkeit jeglicher Propaganda:

1. Diskursverweigerung

2. Diffamierung aller Kritiker (inklusive jener, die sich unabhĂ€ngig vom Mainstream eine Meinung bilden wollen) 

3. Diskursverbot.

ErgĂ€nzung 31.1.2023: TeilnehmerInnen der Podiumsdiskussion "Ukrainekrieg & Berichterstattung westlicher Medien" der Vereinigung fĂŒr Medienkultur unter Leitung von Udo Bachmair haben in sachlicher und fundierter Weise Kritik an der Berichterstattung und Kommentierung der aktuellen Ereignisse in der Ukraine seitens der meisten österreichischen Medien geĂ€ußert. Diese konzentriere sich viel zu sehr auf ĂŒberwiegende Kriegsberichterstattung und lĂ€sst alternative Gesichtspunkte, wie die Vorgeschichte des Konfliktes, die Chancen einer internationalen Vermittlungspolitik oder auch die unmittelbaren sozialen und ökonomischen Auswirkungen auf Europa weitgehend außer Acht. TeilnehmerInnen: Univ. Prof. Dr. Heinz GĂ€rtner, Politikwissenschafter, ÖIIP + Mag.a Katharina Reich, Publizistin, Spezialistin fĂŒr Propaganda- und MilitĂ€rfragen + Mag.a Hermine Schreiberhuber, langjĂ€hrige APA-Journalistin Außenpolitik + Mag. Christian WehrschĂŒtz, ORF-Korrespondent in Kiew + Univ. Prof. Dr. Werner Wintersteiner, Friedensforscher + Die Zeitschrift "International" hat die Podiumsdiskussion nun auf youtube gestellt.

ErgĂ€nzung 3. Oktober 2023 - Zwist im Reporter ohne Grenze Vorstand: "Rechtsanwalt Gabriel Lansky, seit vielen Jahren Vorstandsmitglied der NGO, hat sein Mandat nach STANDARD-Informationen Montagabend zurĂŒckgelegt. Lansky vermisste AktivitĂ€ten von Reporter ohne Grenzen, als die Ukraine versuchte, Christian WehrschĂŒtz als ORF-Berichterstatter im Land loszuwerden", berichtet derStandard.at (3.10.23)

21. August 2023 - "Den Aufstieg des Kreml-Herrschers sĂ€umen Leichen", so die Schlagzeile der Neuen ZĂŒrcher Zeitung, die vor langer Zeit die beste außenpolitische Berichterstattung im deutschen Sprachraum zu bieten hatte. Der aktuelle Artikel beginnt mit folgendem Absatz: "Als die russische Armee am 24. Februar 2022 in die Ukraine einfiel, ist in Deutschland ein Weltbild zusammengebrochen. Wie konnte es sein, dass Wladimir Putin den Krieg zurĂŒck nach Europa brachte? Insbesondere die deutschen Sozialdemokraten konnten sich dies nur mit einer TĂ€uschung erklĂ€ren. «Er hat offensichtlich alle getĂ€uscht», sagte Manuela Schwesig, die MinisterprĂ€sidentin von Mecklenburg-Vorpommern. Doris Schröder-Köpf meinte, das Gesicht Putins, «das wir heute sehen, war damals nicht erkennbar». BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier gab zu, den «imperialen Wahn» Putins unterschĂ€tzt zu haben. «Da habe ich mich, wie andere auch, geirrt», erklĂ€rte er im Schloss Bellevue und gab seinen Ehrendoktortitel an die Uni Jekaterinburg zurĂŒck." Hier beginnt die Bezahlschranke auf NZZ.ch - und eine weitere LektĂŒre erĂŒbrigt sich. Wenn ein Artikel mit derartigen "Kronzeugen" beginnt, darf man sich nicht erwarten, dass er mit objektiven Erkenntnissen endet.

SIEHE AUCH: Der grĂ¶ĂŸte Feind der Ukraine ist die innere Korruption


Carlo Masala: Wenn Russland gewinnt. Ein Szenario, 2025

Hrytsak Yaroslav: Ukraine. Biographie einer bedrĂ€ngten Nation, 2024

Lissitsa Alex: Meine wilde Nation, 2024

Shalicar Arye: Tagebuch aus Cherson, 2023

Scianna Bastian Matteo: Sonderzug nach Moskau, 2024

Hugo Portisch: Russland und wir, 2020

Gerhard Mangott, "Russland, Ukraine und die Zukunft" (BrandstĂ€tter Verlag, 22 Euro, 176 Seiten) Über die Wurzeln des Konflikts und mögliche Zukunftsszenarien. AusfĂŒhrliches Interview in NEWS.at (15.2.24)

NEWS: Ist Europa der große geopolitische Verlierer dieses Kriegs!

Mangott: Ja, zweifellos. Europa ist der große Verlierer dieses Kriegs. Aus vielerlei GrĂŒnden: Wir erleben eine signifikante ökonomische und technologische Entkoppelung zwischen der EuropĂ€ischen Union und Russland. Das Handelsvolumen ist drastisch zurĂŒckgegangen. Die EuropĂ€ische Union tut recht daran, sich von russischen EnergietrĂ€gern unabhĂ€ngig zu machen. Aber dieser Weg hat erstens dazu gefĂŒhrt, dass aus alternativen Quellen zum Teil teurere Energie angekauft werden muss. Es werden EnergietrĂ€ger genutzt, die bei den VorlĂ€ufer-Emissionen von CO2 wesentlich schlechter abschneiden als das Erdgas, das wir aus Russland bekommen haben. Und, am wichtigsten, hohe Energiekosten fĂŒhren dazu, dass die europĂ€ische Industrie - vor allem im Vergleich mit der US-amerikanischen Industrie - an WettbewerbsfĂ€higkeit verliert. Das ist auch eine Folge dieses Kriegs und ist fĂŒr den Industriestandort Europa sicherlich nachteilig.

Michail Chodorkowski schreibt in seinem neuen Buch "Wie man einen Drachen tötet – Handbuch fĂŒr angehende RevolutionĂ€re": "Eine Zeit der Wirren und Regierungslosigkeit könnte fĂŒr Russland ein noch ĂŒbleres Regime zur Folge haben als das Putin'sche".  DerStandard.at hat am 18.2.23 einen Auszug publiziert. + Vorwort des Buches auf amazon.de Buchbesprechung auf ethos.at

Hubert Seipel, Putins Macht. Das Buch sollte besser "Putins Ohnmacht" heißen. Das Buch erhielt Ende 2023 neue AktualitĂ€t, als aufflog, dass der Autor von Russischer Seite fĂŒr die ErfĂŒllung seiner Mission rund 600.000 Euro erhalten hat.

Thomas Röper: PUTINS PLAN. Mit Europa und den USA endet die Welt nicht. Wie das westliche System sich gerade selbst zerstört und was Russland wirklich will.

In der Ukraine findet ein Stellvertreterkrieg zwischen dem Westen und Russland statt. Dabei geht es nicht um die Verteidigung der Ukraine, das Land ist "nur" das bedauernswerte Opfer in dem offen ausgebrochenen Krieg der Systeme. Uns wird erzĂ€hlt, der Westen verteidige dort Demokratie und Menschenrechte. Aber wie steht es im Westen um Demokratie und Menschenrechte? Die Menschen im Westen erleben immer mehr EinschrĂ€nkungen ihrer Freiheit, angefangen bei Sprachverboten ĂŒber das absehbare Verbot von Bargeld bis hin zu kompletten Ausgangssperren und dem Verlust des in Jahrzehnten erarbeiteten Wohlstandes. Ist das westlich-neoliberale System wirklich demokratisch? Wurden die BĂŒrger gefragt, ob sie all das wollen, ob sie zu Gunsten des neoliberalen Globalismus auf ihren Wohlstand und ihre Freiheiten verzichten wollen? Wir erleben nichts weniger als den Kampf zweier Systeme, in dem Vladimir Putin der Welt eine Alternative zum neoliberalen Globalismus anbietet. WofĂŒr steht der westliche Neoliberalismus wirklich? Was steckt wirklich hinter all den schönen Worten, mit denen Politik und Medien den neoliberalen Globalismus und seine „Werte“ als alternativlos bezeichnen? Und welche Alternative bietet Vladimir Putin der Welt an? Der Frage, worum es in dem Endkampf der Systeme - den wir gerade erleben - wirklich geht, gehen wir in diesem Buch nach. Ein Mann steht den westlichen Eliten im Weg, weil er sich gegen ihre PlĂ€ne stellt: Vladimir Putin.

Mathias Bröckers erklĂ€rt in seinem neuen Buch, "Warum ich gegen Krieg, aber noch immer 'Putinversteher' bin". Das Buch "Vom Ende der unipolaren Welt" ist im Oktober 2022 im Verlag fifty-fifty erschienen. Schon 2014 schrieb der Autor zusammen mit Paul Schreyer den Bestseller "Wir sind die Guten" ĂŒber die HintergrĂŒnde der Krimkrise und des Ukraine-Konflikts. Die Medien, so Bröckers These, mutierten von Berichterstattern regelrecht zu einer Art Kriegspartei. Bröckers hĂ€lt mit Notizen vom Ende der unipolaren Welt dagegen. Denn wir sind schon wieder "die Guten" und Russland samt Putin "das Ultraböse" schlechthin. Doch mit der Wirklichkeit hat das wenig zu tun. Sicher ist nur, dass die sogenannte "MilitĂ€roperation" Russlands das Ende der unipolaren Welt bedeutet; einer von den USA politisch diktierten und militĂ€risch kontrollierten internationalen Ordnung und einer Globalisierung, wie wir sie kannten. Ausschnitt aus der Einleitung des Buches siehe: stichpunkt-Magazin.com epaper

Die Exil-Russin Dina Khapaeva, Professorin an der School of Modern Languages am Georgia Institute of Technology (USA), hat ein Buch abgeschlossen, in dem sie sich mit Putins neomittelalterlichen Erinnerungspolitik und seiner Re-Stalinisierung beschĂ€ftigt. (Anm TH: Erinnerungspolitik kann als Antwort auf die VergangenheitsbewĂ€ltigung, die seit dem Ende des II. Weltkriegs das Geschichtsbild Deutschlands und Österreichs dominiert, betrachtet werden.) Interview auf n-tv.de am 29.5.2022

Gwendolyn Sasse ist wissenschaftliche Direktorin des Zentrums fĂŒr Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS). Sie ist außerdem Einstein-Professorin fĂŒr Vergleichende Demokratie- und Autoritarismusforschung am Institut fĂŒr Sozialwissenschaften der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin. In ihrem neuen Buch "Der Krieg gegen die Ukraine" hat sie die aktuellen Ereignisse analysiert. Im Interview mit n-tv-de am 16.10.2022 sagt sie:

"Man hört gelegentlich die These, Putin sei eine Art Geburtshelfer der ukrainischen Nation, weil erst sein Angriffskrieg eine echte ukrainische IdentitÀt geschaffen habe. Ist da was dran?

G.S.: Putin hat viel dazu beigetragen, bei den Ukrainern das GefĂŒhl der Zugehörigkeit zur ukrainischen Nation und zum ukrainischen Staat zu stĂ€rken. Aber angefangen hat die ukrainische IdentitĂ€t nicht mit ihm. Das GefĂŒhl eines inklusiven ukrainischen Staats, der aus Menschen mit unterschiedlichen ethnischen HintergrĂŒnden besteht, die verschiedene Sprachen sprechen - das beginnt spĂ€testens 1991 mit der UnabhĂ€ngigkeit der Ukraine in ihren heutigen Grenzen. Beim Referendum im Dezember 1991, kurz vor der Auflösung der Sowjetunion, sprach sich die Mehrheit im ganzen Land fĂŒr die unabhĂ€ngige Ukraine aus, auch auf der Krim, wenn auch dort mit geringerer Mehrheit. Seither hat sich die Ukraine ĂŒber verschiedene Protestbewegungen demokratisiert - schon unter dem ersten PrĂ€sidenten Leonid Kutschma, dann bei der Orangenen Revolution 2004 und 2013/14 beim Euromaidan. Immer ging es darum, dass ein Großteil der Gesellschaft sich fĂŒr ein anderes politisches Modell einsetzte: ein weniger korruptes, ein demokratischeres System. Daraus speist sich das ukrainische VerstĂ€ndnis, eine inklusive Nation zu sein.

Auf der anderen Seite steht Putin mit seinem autoritÀren Weltbild.

G.S.: Putins Weltbild wendet sich gegen alles vermeintlich Westliche - gegen die Demokratie mit ihren liberalen Prinzipien und Werten. Seine Schriften und die Staatspropaganda sind da immer radikaler geworden. Worin die Alternative zum Westen besteht, wird dabei nie wirklich klar benannt - da ist immer viel von traditionellen Werten die Rede, die erhalten werden mĂŒssten, aber vor allem ist es eine Ablehnung des Westens als politisches System, das als Gefahr dargestellt wird. Zur Ablehnung des Westens gehört in diesem Weltbild ein imperialer Machtanspruch - auch in diesem Punkt hat sich die Rhetorik in den letzten Jahren verschĂ€rft. Sie gipfelte in der Behauptung, die Ukraine sei in Wahrheit kein unabhĂ€ngiger Staat, sondern Teil der russischen Nation."


Auf dem Weg nach Russland – und zurĂŒck

30. Oktober 2024 - Tom J. Wellbrock war fĂŒr ein halbes Jahr in Russland (Moskau). Er hat dort fĂŒr Russia Today gearbeitet und war im Alltag stark mit dem russischen System konfrontiert. Gewissermaßen war Wellbrock auf der Suche nach mehr Freiheit. Was er vorfand, gestaltete sich jedoch gegenteilig. Im Stichpunkt-Magazin.com berichtet er ĂŒber seinen Entschluss und die BeweggrĂŒnde, Russland wieder zu verlassen. „Bis meine Frau nachkommen konnte, vergingen fĂŒnf Wochen, und so lernte ich zum ersten Mal die russische BĂŒrokratie kennen. Ich werde sie immer in meinem Herzen tragen, und zwar als MĂŒhlstein, den man nicht wieder loswird, wenn man in Russland lebt“, so der Journalist und Podcaster, der nter anderem fĂŒr den „wohlstandsneurotiker“, dem Podcast der „neulandrebellen“ Interviews fĂŒhrt.

21. April 2024 - „Die Parlamentskammer verabschiedete am Samstagnachmittag (Ortszeit) einen entsprechenden Gesetzesentwurf, der rund 61 Milliarden US-Dollar (57,26 Mrd. Euro) fĂŒr Kiew enthĂ€lt. 
 Der Entwurf wurde in der großen Parlamentskammer mit einer ĂŒberparteilichen Mehrheit von 311 zu 112 Stimmen angenommen. Im Plenum gab es nach der Abstimmung Applaus. Etliche Abgeordnete schwenkten Ukraine-Flaggen und riefen ‚Ukraine, Ukraine‘. Zahlreiche Republikaner votierten gegen die Hilfen, konnten aber die Annahme nicht verhindern. Die Republikaner haben in der Kammer eine hauchdĂŒnne Mehrheit“, berichtet ORF.at (21.4.24) Interessant die Inszenierung: neben dem Rednerpult wurde ein Poster postiert, das offenbar die „MĂ€chte des Bösen“ zeigen soll. Neben Putin auch Lukaschenko, Xi und Ebrahim Raisi (PrĂ€sident des Iran). Nachsatz ORF.at: „Das ReprĂ€sentantenhaus votierte am Samstag nicht nur fĂŒr die UnterstĂŒtzung fĂŒr Kiew, sondern auch fĂŒr die UnterstĂŒtzung Israels durch Hilfen im Umfang von 26 Milliarden US-Dollar.“ Damit nicht genug, die Spirale dreht sich weiter: „ Zugleich steigt der Druck auf Europa – besonders Deutschland dĂŒrfte nun unter Zugzwang kommen, lang von Kiew geforderte Waffensysteme endlich zu liefern“, so ORF.at in einem weiteren Bericht. Das sind mehr als Indizien, sondern schon offensichtliche Antworten auf die niemals offen gestellte Frage: hat der 3. Weltkrieg schon begonnen?

ORF USA 61 Mrd fĂŒr Ukraine

A YEAR OF LYING ABOUT NORD STREAM

26.9.2023 - Seymour Hersh - The Biden administration has acknowledged neither its responsibility for the pipeline bombing nor the purpose of the sabotage. 

1. September 2023 - Manfred Breitenberger hat das Buch von Alexander Solschenizyn, "Russland im Absturz" (auf Deutsch erschienen im Böhlau Verlag, Wien 1999) gelesen und ausfĂŒhrlich auf fischundfleisch besprochen.

8. MĂ€rz 2023 - Die Weltwoche 8/23 fragt John J. Mearsheimer, Professor fĂŒr internationale Beziehungen an der UNI Chicago, ĂŒber die Zerstörung der Nord Stream: "Wenn es wirklich die USA waren, welche Folgen hĂ€tte das fĂŒr die Welt?

Mearsheimer: Es wĂŒrde Amerikas Ruf nicht schaden, weil ohnehin kaum mehr jemand den Amerikanern vertraut. Die interessante Frage ist, wie die EuropĂ€er reagieren wĂŒrden. Ich glaube, die Amerikaner haben das GefĂŒhl, die EuropĂ€ier wĂŒrden nicht protestieren. Die Haltung ist: Wir können die EuropĂ€er herumschubsen, sie schlagen nicht zurĂŒck.

Weltwoche: Merkel sagte, der Westen habe die Minsker Abkommen nie ernst gemeint.

Mearsheimer: Ich war von dieser Aussage schockiert. Putin will den BĂŒrgerkrieg zwischen Russen und Ukrainern im Donbass beenden. Die Vereinbarungen von Minsk sollten genau das bewirken. Putin arbeitete dafĂŒr mit den Deutschen, den Franzosen und den Ukrainern zusammen. Und er war aufrichtig. Jetzt sagt Merkel, die Ukraine und der Westen hĂ€tten nur Zeit gewinnen wollen, um die ukrainische Armee fĂŒr den Krieg im Donbass aufzurĂŒsten. Der französische PrĂ€sident Macron sagt dasselbe, ebenso die ukrainischen PrĂ€sidenten Poroschenko und Selenskyj. Alle rĂ€umen sie ein, dass sie unaufrichtig waren. Es scheint, dass Putin der Einzige war, der sich wirklich fĂŒr eine Beilegung des Konflikts im Donbass einsetzte. [...] Wir sind unfĂ€hig, offen ĂŒber die Ursachen, das Verhalten und die Folgen dieses Krieges zu diskutieren. Es ist bemerkenswert, wie sehr die Mainstream-Medien im Westen zum Propaganda-Arm der westlichen und ukranischen Regierunen geworden sind.

Weltwoche: Was motiviert Sie, Ihre Argumente gegen all die WiderstÀnde vorzutragen?

Mearsheimer: Ich finde, wenn man Professor an einer UniversitĂ€t ist, also eine geschĂŒtzte Position innehat, ist man verpflichtet, der Macht die Wahrheit zu sagen."

3. MĂ€rz 2023 - Bert Ehgartner berichtet auf facebook: "KĂŒrzlich sah ich einen Bericht auf ZDF, in dem es um nach Russland verschleppte ukrainische Kinder ging. Im Beitrag wurden auch die SOS Kinderdörfer als MittĂ€ter belastet. Der Beitrag erschien mir extrem seltsam und sehr konstruiert. Einer der betroffenen VĂ€ter sagte - wenn ich mich recht erinnere - sogar, ja, er glaube, dass sein Sohn noch entfĂŒhrt sei. Er mĂŒsse erst die Mutter fragen. Ein anderer befragter Zeuge sprach mit einem der entfĂŒhrten Kinder - das sich zufĂ€llig wĂ€hrend der Fernseh-Aufnahmen meldete. Es war ein Video-Telefonat und man sah das "Kind", das eindeutig ein Erwachsener war. Dann riss die Video-Verbindung ab und der Kommentator sah das als Beweis fĂŒr die Verschleppung.

Das Ö1 Mittagsjournal nahm den ZDF Beitrag als Anlass um ebenfalls ĂŒber die tausenden entfĂŒhrten Kinder zu berichten. Ein Kinderdorf Mitarbeiter war empört ĂŒber die Anschuldigungen und sagte, es sei ja wohl ihre Aufgabe sich um Kinder zu kĂŒmmern, keinesfalls seien sie in EntfĂŒhrungen verwickelt. Der in Russland lebende deutsche Journalist Thomas Röper hat sich in einem lesenswerten Artikel des Themas angenommen. Es offenbart sich wieder mal ein Farce. Wie dumm dĂŒrfen ZDF bzw. ORF Journalisten eigentlich sein? - Und wie einseitig darf man berichten, ohne dass es selbst weh tut?"

1. MĂ€rz 2023 - SN-Bericht (print am 2.3.23): "Tausende Kinder wurden aus der Ukraine verschleppt. Sie wiederzufinden wird schwer, sagen Experten. ... Die Zahl der nachweislich dokumentierten und der vermuteten FĂ€lle geht weit auseinander, wie Andriy Chernousv von Voices of Children und Experte vom Institut fĂŒr Sozialforschung in Charkiw erlĂ€uterte: 16.206 Kinder wurden nachweislich von der Ukraine nach Russland verschleppt, die Dunkelziffer liegt bei 700.000". Zwei Fragen, die ein gewönlicher Journalist 2023 nicht stellt: 

- Welche wissenschaftlichen Methoden wenden "Forscher" an, wenn sie eine "Dunkelziffer" aus dem Ärmel schĂŒtteln?

- Woher stammt die Info, dass Kinder "verschleppt" wurden? Hat ein einziger Journalist, der die Gschicht von de Kindervazahrer unkritisch ĂŒbernommen hat, recherchiert, ob diese unter UmstĂ€nden vielleicht "in Sicherheit gebracht" wurden?

26. Februar 2023 - Thomas Röper / antis-spiegel geht der Frage nach: Hat Russland 6.000 ukrainische Kinder verschleppt?

24. JĂ€nner 2023 - NZZ schreibt: Scholz und die Panzer: Der Kanzler muss sich jetzt entscheiden

Insbesondere in Deutschland wird noch darĂŒber diskutiert, ob man Kampfpanzer in die Ukraine schicken soll. London hat sich bereits entschieden: Vierzehn Kampfpanzer vom Typ Challenger 2 sollen demnĂ€chst im Kriegsgebiet eintreffen. Schon frĂŒher hatten Polen und Tschechien der Ukraine Kampfpanzer sowjetischer Bauart aus ihren BestĂ€nden geliefert. Die USA und Deutschland wollen hingegen nach wie vor nur SchĂŒtzenpanzer liefern. Zur Übersicht ĂŒber die Panzer, die der Westen der Ukraine geliefert und versprochen hat

23. JĂ€nner 2023 - Nach den rostigen Gepard-Panzern soll Deutschland (nach Ansicht deutscher Hardliner und der Nato) nun Leopard Kampfpanzer in die Ukraine liefern. Der Blogger Invalidenturm berichtet: "Einen bemerkenswerten mdr-Kommentar von Rommy Arndt zur Lieferung von Kampfpanzern. Inhaltlich teile ich diese Meinung weitgehend. Der MDR beginnt inzwischen sich zu distanzieren: ... Die Aussage "journalistischen QualitĂ€tskriterien bzgl. der Äußerungen zu der Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses, Frau Strack-Zimmermann, nicht ausreichend berĂŒcksichtigt", verstehe ich nicht. Es wurde lediglich die Lobbyarbeit von Frau Strack-Zimmermann erwĂ€hnt. Das ist aus meiner Sicht eher ein journalistisches QualitĂ€tskriterium, als das Gegenteil. Das Verbrechen von Frau Arndt:"Die FTP Politikerin Strack-Zimmermann die in ihrer Freizeit viel Kontakt zur RĂŒstungsindustrie pflegt ist dafĂŒr ein gutes Beispiel. Die meist in grau gekleidete Frau spricht im Interview schon mal von Bundeswehrsoldaten die so wörtlich in die Schlacht, in den Krieg ziehen wĂŒrden." NatĂŒrlich bekommt Rommy Arndt nun Probleme, denn ihr wohltuender Kommentar rĂŒhrt an die in Deutschland aktuell festgelegte Grenze der Meinungsfreiheit. Es ist momentan unzulĂ€ssig, die Lieferung von schweren Waffen an die Ukraine öffentlich zu hinterfragen.

22. Dezember 2022: "Der ukrainische PrĂ€sident ist am Mittwochabend begeistert im amerikanischen Kongress empfangen worden. In seiner Rede zog er geschickt historische Vergleiche zwischen dem ukrainischen UnabhĂ€ngigkeitskrieg von heute und dem amerikanischen Freiheitskampf gegen die britische Krone oder gegen den Faschismus im Zweiten Weltkrieg. Und er warnte: Ohne verstĂ€rkte Waffenlieferungen könne der ukrainische UnabhĂ€ngigkeitskampf verlorengehen", so die Schweizer NZZ  ĂŒber den "Helden-Empfang fĂŒr den ukrainischen PrĂ€sidenten Selenski in Washington" und der Schlagzeile "Amerika rettet Ukraine - und damit auch Europa".

7. Dezember 2022: Ungarn blockiert EU-Milliarden fĂŒr Kiew, berichet zdf.de

2. Dezember 2022: Deutschland liefert weitere Gepard-Panzer berichtet tagesschau.de  Davon haben die Ukrainer wenig, weil die Schweiz den Export von Munition ins Kriegsgebiet untersagt. Was wiederum egal ist, weil die ausrangierten Panzer sowieso schrottreif sind, wie tagesschau.de im April berichtet hat.

1. Dezember 2022: Die Deutsche Bundesregierung publiziert eine detaillierte Auflistunger der militĂ€rischen UnterstĂŒtzungsleistungen fĂŒr die Ukraine.

23. Oktober 2022 - "Friedenspreis fĂŒr Russen-Hass" schreibt Heise.de ĂŒber den "Friedenspreis" des deutschen Buchhandels, der an den ukrainischen Schriftsteller Serhij Zhadan verlienen wurde. Zhadan ist mit nicht gerade friedensstiftenden Verbalinjurien aufgefallen: "Brennt in der Hölle, ihr Schweine", wĂŒnscht er den Russen, die er auch als "Horde", "Verbrecher", "Tiere", "Unrat".

Die Zeit zitiert die Vorsitzende der Jury, Karin Schmidt-Friderichs: "Seit dem Kriegsbeginn am 24. Februar habe das Wort Frieden ein anderes Gewicht bekommen. 'Der Klang des Wortes hat sich verĂ€ndert – es herrscht Krieg.' Die Welt tue sich mit Antworten darauf schwer. 'Wir Deutschen, weil wir zweimal die Schuld eines Krieges auf uns geladen haben. Weil wir wissen, dass wir nicht wissen, wie es ist, angegriffen zu werden und nicht selbst der Aggressor zu sein', sagte Schmidt-Friderichs." Nicht gerade eine denkwĂŒrdige, aber ein höchst bedenkliche Aussage.


 Garri gegen Gabriele

ĂŒber die (Wirtschafts-)Beziehung des Westens zu Russland:

Garri: „Jedes Mal, wenn Putin in Russland gegen die Opposition vorging oder wenn er sich aggressiv in die Innenpolitik der NachbarlĂ€nder einmischte, hĂ€tte der Westen Gegendruck ausĂŒben können. Stattdessen wurde Putin immerfort mit noch engeren Beziehungen zu den fĂŒhrenden Demokratien der Welt belohnt. Vor allem aber wurde Russland der Zugang zu den lukrativen MĂ€rkten der freien Welt erleichtert.“

Gabriele: „Wenn der Westen bzw. seine Finanzinstitutionen Russland massiv unter Druck setzen und zwingen, Reformprozesse zu beschleunigen, dann bedeutet das gleichzeitig, sie zu brutalisieren. Darin liegen ein soziales Risiko und die Gefahr politischer InstabilitĂ€t.“

Garri: „In einer Mafia ist LoyalitĂ€t unverzichtbar, aber sie hat nur so lange Bestand, wie der Pate garantieren kann, dass das Geld fließen wird und dass er seine loyalen Gefolgsleute beschĂŒtzen kann. Daher muss Putin unbedingt gute Beziehungen zu Westeuropa und Amerika unterhalten, wo seine Oligarchen am liebsten ihre Zeit verbringen und ihr Geld ausgeben. WĂ€re das Leben fĂŒr einen russischen MilliardĂ€r lebenswert, wenn er es in dem tristen Land verbringen mĂŒsste, an dessen AusplĂŒnderung er sich beteiligt hat, um sein Vermögen anzuhĂ€ufen?“

Gabriele: „Im Interesse Russlands war es natĂŒrlich, die wenigen Produkte, mit denen sie auf dem Weltmarkt konkurrieren konnten, zu exportieren, um selbst Devisen zu erwirtschaften. Das wiederum lag nicht so ohne weiteres im Interesse des Westens. Russische Lasertechnik und satellitengestĂŒtzte Beobachtungssysteme wurden gezielt boykottiert.  
. Am Beispiel eines russischen Flugzeugs (Aviatika 890) habe ich damals intensiv recherchiert: Alle Experten waren sowohl von der Technik als auch vom Preis-LeistungsverhĂ€ltnis sehr angetan, aber es ist nicht gelungen, eine Zulassung fĂŒr den europĂ€ischen oder amerikanischen Markt zu bekommen.“

Garri gegen Gabriele ĂŒber den Vergleich Putins mit Hitler:

Garri: „NatĂŒrlich ist Putin nicht Hitler. 
 Wir mĂŒssen uns jedoch vor Augen halten, dass auch Hitler im Jahr 1936 und sogar in den Jahren 1937 und 1938 noch kein Hitler war! Die Ehrerbietung, die ihm Sportler und WĂŒrdentrĂ€ger aus aller Welt bei den Olympischen Spielen in Berlin erwiesen, 
. das zunĂ€chst ungehinderte VorrĂŒcken der deutschen Armee ĂŒber die nach dem Ersten Weltkrieg gezogenen Grenzen: dies waren die Dinge, die Hitlers Verwandlung in das Monster ermöglichten.“ Über fĂŒnfzehn Mal strapaziert Kasparow den Vergleich Putins mit Hitler und mokiert sich zuletzt sogar darĂŒber, dass ihm die Autorenschaft streitig gemacht wird: „Als einer der Pioniere der Analogie und der unheilvollen Parallelen verfolge ich, wie der Vergleich zwischen Putin und Hitler, der anfangs skandalös gewirkt hatte, in den Medien rasch zum Gemeinplatz wurde.“

Gabriele: „Es ist mehr als taktlos, den russischen PrĂ€sidenten mit Hitler zu vergleichen, wenn man bedenkt, dass Wladimir Putins Familie die zweieinhalb Jahre dauernde Blockade Leningrads erlitten hat und einer seiner BrĂŒder dabei sein Leben verlor“.

Zitate aus folgenden BĂŒchern:

Gabriele Krone-Schmalz
Russland verstehen. Der Kampf um die Ukraine und die Arroganz des Westens
Verlag C.H. Beck, 2015

Garri Kasparow
Warum wir Putin stoppen mĂŒssen. Die Zerstörung der Demokratie in Russland und die Folgen fĂŒr den Westen
Deutsche Verlagsanstalt, 2015

Russland und die Ukraine - Vortrag von Gabriele Krone-Schmalz am 17.10.2022 in der Volkshochschule Reutlingen


10. Februar 2024 - Wer ist der grĂ¶ĂŸere Putinist? Aron Sperber auf fischundfleisch.com

23. September 2023 - Offener Brief von Veronika Rochhart, Graz: Friedenskonferenzen statt Waffenlieferungen!

Seit eineinhalb Jahren warten wir auf Initiativen fĂŒr einen Frieden. Alles Bisherige wurde abgelehnt, das Töten und Sterben in der Ukraine geht weiter. „Nur Waffenlieferungen können helfen.“ Dieses Mantra hören wir tagein, tagaus aus allen Mainstream-Medien. Wird in einer Initiative die NATO-Osterweiterung als wichtige Ursache fĂŒr den Krieg benannt, folgt sofort die Etikettierung „putinfreundlich“. Wer hat Interesse daran, dass dieser Krieg noch Jahre fortgefĂŒhrt wird? Wo bleiben die diplomatischen BemĂŒhungen, wo die Friedenskonferenzen, wo das Engagement des neutralen Österreich? Eine Konferenz, deren Aufruf ich nicht zu hundert Prozent teile, ist mir viel lieber als das Massenmorden weiter hinzunehmen oder gar anzufeuern. Dazu ein Zitat von Berta von Suttner: "Keinem vernĂŒnftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegputzen zu wollen — nur Blut, das soll immer wieder mit Blut ausgewaschen werden!"

28. August 2023 - Die Heuchelei um den Nordstream-Anschlag - Pommes Leibowitz dokumentiert mit dutzenden Videos-Clips Forderungen amerikanischer Politiker, Nordstream zu stoppen. "Jeder Kriminaler fragt zuerst nach dem Motiv, um seine Ermittlungen zu strukturieren. Und auch in der Politik gilt – das wussten schon die alten Römer – „cui bono“, wer profitiert?" - stellt Pommes eine grundlegende, fast schon banale Frage, die aber von den Vasallen der USA gerne ausgeblendet wird.

17.12.22 Friedensprojekt EU? Das „Friedensprojekt EU“ hĂ€tte den Frieden leicht erhalten könnten, wenn BrĂŒssel nur gewollt hĂ€tte. Nicht einmal gegen die Einverleibung der Ukraine durch die EU hĂ€tte der Kreml was gehabt, obwohl er gewusst haben muss, dass EU und Nato im Gleichklang marschieren. Es hĂ€tte gereicht Russland Sicherheitsgarantien zu geben und den Nato-Beitritt der Ukraine auszuschließen. Aber das will die EU partout nicht. Sie tut es nicht unter einem Siegfrieden. Weckt das nicht historische Erinnerungen? Kommentar von Wilhelm Langthaler auf selbstbestimmtes-oesterreich.at

6.12.22 Wie die  Ukraine den Krieg in drei Wochen gewinnen kann - Kommentar von thurnhoferCC

3.12.22  Ukraine zahlt EU mit GeflĂŒgel! Kommentar von thurnhoferCC

"Der ukrainische Botschafter Andrij Melnik wusste spĂ€testens am 25.09.22 gegen 17:48 Uhr, dass Nordstream "im Ostseesand begraben" auf Dauer den Betrieb einstellen wĂŒrde", berichtet "Invalidenturm".

Auf fuf (fischundfleisch), dem Portal fĂŒr Meinungsfreiheit, schreiben in der Regel keine Experten - und das ist gut so. Die Kommentare auf fuf können zur Meinungsbildung mehr beitragen als die gefilterten Informationen der gleichgeschalteten Massenmedien, wo es keinen Bericht und keinen Kommentar gibt, der Freund und Feind klar unterscheidet. Hier ein paar Beispiele:

"Russlands Niederlage rĂŒckt nĂ€her". Diese EinschĂ€tzung erlĂ€utert "Embargobrecher" auf fuf am 10. September.

"Russland hat den Krieg gewonnen", schreibt der Blogger "A.M. Berger" auf fuf am 1.10.2022.

"Ukraine-Krieg ist ein Ergebnis der US-Strategie", berichtet "Hausverstand" auf fuf im Mai 2022 ĂŒber einen Friedenskongress in Berlin. Weiteres durchleuchtet der "Hausverstand", welche US-Kapital-Interessen die Ukraine mittlerweile regieren.

Über den Kult um den ukrainischen Nationalisten-FĂŒhrer Bandera, der von Russland als einer der GrĂŒnde fĂŒr den Schutz der Russen in der Ukraine genannt, vom "Westen", insbesondere von deutschen Medien, jedoch systematisch ignoriert wird, schreiben "Charley" am 1.6.22 und Manfred Breitenberger am 29.9.22.

fuf Breitenberger

Was passierte in Odessa 2014 - REMEMBER ODESSA - Ein Film von Wilhelm Domke Schulz


Jeder darf sich den "Luxus" leisten, die Scheußlichkeiten des Kriegs-Alltags nicht tagesaktuell via russischer und ukrainischer Quellen mitzuverfolgen. Doch niemand in EUropa kann sich dem Trommelfeuer der einseitigen Propaganda entziehen, das vom "Westen" auf Russland abgefeuert wird. Die sprachkritische Auseinandersetzung mit dieser Propaganda (dass sie "einseitig" ist, ist natĂŒrlich ein Pleonasmus) und die Entlarvung ihrer Verlogenheit kann leicht zu dem Umkehrschluss verleiten, dass die "verdammte Gegenseite" (Putin als pars pro toto) Recht hat. Dieser Umkehrschluss stimmt natĂŒrlich nicht - genauer gesagt: nicht immer, aber manchmal.

Ein Philosoph verabscheut vor allem die Verlogenheit. Die Verlogenheit der russischen Regierung, die Verlogenheit der ukrainischen Regierung und ihrer VerbĂŒndeten, aber am meisten die Verlogenheit der österreichischen "Herrschaften" in Regierung und Opposition. "Ich gestehe, dass ich dazu neige, Putin in diesem Spiel fĂŒr ein bissl weniger verlogen zu halten, weil er seine AutoritĂ€t als ĐČĐŸĐ¶ĐŽŃŒ (FĂŒhrer) nie hinter einer scheinheiligen Maske eines vorbildlichen Demokraten verborgen hat", so unser Kandidat 2022, der schon Anfang MĂ€rz 2022 eine Verschwörungstheorie ĂŒber das Aufflammen des Jahrzehnte alten Russland-Ukraine-Konfliktes entwickelt hat.

Eine Verschwörungstheorie ist eine Theorie wie jede andere. Nach Popper ist eine Theorie dann wissenschaftlich, wenn sie falsifizierbar ist. Falls dies nicht der Fall ist, so handelt es sich um einen Verschwörungs-Mythos oder eine andere Form von Spekulation. Die vorliegende Theorie ist eher eine paradoxe Intervention. Viktor Frankl hat die Methode der paradoxen Intention entwickelt, mit der er Neurosen ĂŒberwindet. Als politischer Beobachter oder Historiker sollte man die Möglichkeiten der paradoxen Intervention in Betracht ziehen: Tue genau das, wovon der Gegner erwartet, dass du es nicht willst.

VORSICHT SATIRE

5.3.2022 - Bei meinen Recherchen, was in der Ukraine wirklich los ist, habe ich mir die Frage gestellt, warum Wladimir Putin erst jetzt die russischen Truppen in die Ukraine geschickt hat und nicht schon viel frĂŒher. Warum ist er nicht schon 2014, 2015, 2016 und so weiter bis 2021 einmarschiert? In all diesen Jahren hĂ€tte Putin genau so viele oder mehr GrĂŒnde gehabt, wie im Februar 2022. Die Provokationen der Nato vor den Toren der Kiewer Rus, die Agenten des CIA direkt in Kiew, die Sanktionen der EU - all das wĂ€re lĂ€ngst Grund genug gewesen, um den Westen vor vollendete Tatsachen zu stellen und die Ukraine zu ĂŒberrollen.

Die einzig mögliche ErklĂ€rung fĂŒr die Jahrelange ZurĂŒckhaltung des russischen FĂŒhrers liefert die folgende Verschwörung. Hier die Indizien der Mutter aller Verschwörungstheorien: Nachdem der russlandfreundliche PrĂ€sident Wiktor Janukowitsch im Februar 2014 von den Maidan-AufstĂ€ndischen verjagt wurde, ist er angeblich in Russland untergetaucht. TatsĂ€chlich jedoch war Janukowitsch nicht lange weg, sondern ist bereits am 7. Juni des gleichen Jahres in die Ukraine zurĂŒck gekehrt; runderneuert als PrĂ€sident Petro Poroschenko.

Poroschenko Janukowitsch who is who

Foto: Janukowitsch und Poroschenko: Who is who?

Bis heute wusste das nicht einmal der amerikanische PrĂ€sident. Dass ein US-PrĂ€sident seinen eigenen Agenten nicht trauen kann, hat Barack Obama in seinen Memoiren "A Promised Land" bestĂ€tigt. Der CIA hat schließlich viel Geld ausgegeben, um Petro Poroschenko aufzubauen und letztlich dafĂŒr gesorgt, dass er auch die Wahl 2014 gewinnt. Mitarbeiter von Wikileak haben nun aber Beweise fĂŒr die IdentitĂ€t von Janukowitsch und Poroschenko auf den Servern des CIA gehackt. Demnach haben die Profiler des CIA schon lange bemerkt, dass Janukowitsch und Poroschenko ein und dieselbe Person ist, bevor die Bevölkerung der Ukraine feststellen musste, dass sich unter dem neuen PrĂ€sidenten wieder nichts geĂ€ndert oder gar verbessert hat.

Wie bekannt, lĂ€uft die sichtbare Politik immer nach dem Drehbuch von Organisationen, die im Hintergrund die FĂ€den ziehen. Nicht bekannt bleibt jedoch fast immer, wessen Drehbuch gerade aufgefĂŒhrt wird. Der Fehler der meisten Verschwörungstheoretiker liegt darin, dass sie glauben, jenes Drehbuch, dass sie aufgedeckt haben, sei das einzige Drehbuch, das fĂŒr eine Inszenierung geschrieben wurde. Nun aber wird deutlich, dass Putin sein eigenes Drehbuch fĂŒr die Ukraine hatte, und in Wahrheit bis zur Wahl von Wolodymyr Selenskyj das ukranische Spiel nach seinem Drehbuch abgelaufen ist. Inklusive der Besetzung des ukrainischen PrĂ€sidenten-Postens nach dem bislang letzten Aufruhr auf dem Maidan 2014.

Der CIA und seine Schergen haben das Spiel mitgespielt, um sich nicht zu blamieren. Doch sie schrieben umgehend ein neues Drehbuch, das sie ab 2015 zur Ausstrahlung brachten: zunĂ€chst im Privatsender der Oligarchen Ihor Kolomojskyj. Das Spiel lautete "Diener des Volkes" (Ukrainisch: Sluha Narodu), in dem ein einfacher Geschichtslehrer eines Gymnasiums fĂŒr das Amt des PrĂ€sidenten kandidiert und dieses - scheinbar unerwartet - gewinnt. Die Hauptrolle dieser 23-teiligen Fernsehserie spielte: Wolodymyr Selenskyj.

Auf diesen Coup nun ist Putin herein gefallen. Nach dem berĂŒhmten psychologischen Trick - was offen auf dem Tisch liegt, sieht man nicht - hat Putin ĂŒbersehen, dass das Drehbuch des Films in Wahrheit das Drehbuch fĂŒr die Wahl 2019 war. Die Produzenten des Films - man könnte auch sagen: die HintermĂ€nner dieses Szenarios - haben sich zwei besonders delikate Pointen ausgedacht. Die Serie "Diener des Volkes" wurde nicht auf Ukrainisch, sondern auf Russisch gedreht, und war in Russland genauso populĂ€r wie in der Ukraine. Die Autoren des Szenarios haben somit dem Feind in seiner Sprache ihre PlĂ€ne offen auf den Tisch gelegt. Und die Revanche fĂŒr die Wiederkehr von Janukowitsch in der Figur Poroschenkos war die IdentitĂ€t der Filmfigur, des Geschichtslehrers Wassyl Holoborodko, mit dem Schauspieler und spĂ€teren PrĂ€sidenten der Ukraine: Wolodymyr Selenskyj, der am 21. April 2019 im zweiten Wahlgang den angeblichen Poroschenko, in Wahrheit Janukowitsch, als PrĂ€sident der Ukraine abgelöst hat.

ENDE DER SATIRE

Wer diese AusfĂŒhrungen fĂŒr unglaubwĂŒrdig hĂ€lt, der kann sich selbst eine Meinung bilden. Die komplette Serie von "Diener des Volkes" ist im russischsprachigen Original mit deutschen Untertiteln auf ARTE abrufbar. Wer auch immer diese Serie geschrieben und inszeniert hat - es war ein grandioses Team - diese Menschen haben ein feines GefĂŒhl fĂŒr die ukrainische Seele beweisen. Gleichzeitig ist es ihnen gelungen, den Russen den Spiegel vorzuhalten. Aber das haben viele Russen nicht durchschaut. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet am 11.3.22, dass eine schwedische Agentur in nur einer Woche 15 LizenzvertrĂ€ge fĂŒr die Serie abgeschlossen hat und und mit 20 weiteren LĂ€ndern ĂŒber Lizenzen verhandelt. Ein kleiner Kriegsgewinn - wenn schon nicht fĂŒr die Ukraine, dann wenigstens fĂŒr Selenskyj persönlich.

Auch keine ErklĂ€rung fĂŒr die wahren Ursachen des Krieges, aber ein Indiz, dass er sowohl Putin als auch Selenskyj gerade zur rechten Zeit kommt: beide hatten vor der Eskalation mit schlechten Umfragewerten zu kĂ€mpfen. Wenn ein FĂŒhrer zum Feind des eigenen Volkes wird, so ist es ein bewĂ€hrtes Rezept, den Unmut des Volkes auf einen anderen Feind zu lenken. Idealer Weise auf einen Feind, der aus dem Ausland kommt. Das trifft allerdings auf alle FĂŒhrer dieses Planeten zu, auch auf jene, die sich als Anti-FĂŒhrer in der EUnuchion wichtig machen.


Tucker Carlson Interview mit Wladimir Putin

11.2.2024 Tucker Carlson, bei der US-Propaganda medienwirksam in Ungnade gefallen, findet umgehend Anschluss an Russlands Propaganda-Apparat und "bekommt ein Interview" mit PrĂ€sident Putin höchst persönlich. In wenigen Tagen erreicht er damit 100 Millionen Views. Im Vergleich zu einer RS-20 eine ziemlich gĂŒnstige, strategisch offenbar weit ĂŒberlegene Interkontinentalrakete.

Kommentar HTH: Mich nervt langsam, dass alle, die die politische Demontage Europas kritisch kommentieren, nun in PUTIN schon den MESSIAS sehen. Er will Polen usw nicht angreifen. Danke, gut so. Aber WENN Nato weiter in Ukraine bleibt, DANN Weltkrieg! Das ist, bitteschön, keine nĂŒchterne ANALYSE, eines Politologen. Ausgesprochen vom absoluten Herrscher Russlands impliziert das eine DROHUNG. ethos.at hat hundertfach die Methoden der Demokratie-Demontage in Ö, DE und EU aufgedeckt und kritisch kommentiert. Aber dabei darf man nicht ĂŒbersehen, dass Putin durch Verfassungstricks und Ausschaltung der Opposition bis an sein Lebensende regieren will. Im Übrigen bin ich der Meinung, Putin und Selenskij haben den gleichen Feind: die innere Korruption. Aber davon war wohl in Tuckers "Interview" - das vermutlich fĂŒrstlich entlohnt wurde - nicht die Rede. 

13. 2. 2024 - Ein Tiefschlag gegen Estlands Regierungschefin folgt auf die interkontinentale Streubombe. Kaja Kallas wurde in Russland zur Fahndung ausgeschrieben. Der Kreml wirft ihr feindselige Handlungen gegen Russland und die „SchĂ€ndung des historischen GedĂ€chtnisses“ vor.

Wie Jouranlsiten zu Instrumenten der Propaganda werden, siehe auch: Hubert Seipel, Putins Macht. 

Bert Ehgartner via FB February 9 via facebook

Eben das Putin Interview - zu etwa zwei Dritteln gehört. Geschichtsunterricht fĂŒr alle, die von einem willkĂŒrlichen Angriffskrieg faseln. Konflikte haben immer zwei Seiten. Und nur die eine Seite zu hören, war nie sonderlich schlau. GlaubwĂŒrdig versicherte Putin, dass er keinerlei Absichten hat, Polen, baltische Staaten, oder sonst jemand in Europa anzugreifen. - "Warum sollten wir das tun? - Wir haben daran null Interesse". Jede zweite Pressemeldung und jeder zweite Politiker, suggeriert allerdings genau das: Dass Putin, wenn sich die Ukraine nicht entgegen stellt, mit seinem Heer bis Warschau oder vielleicht sogar bis nach Lissabon durchmarschieren wĂŒrde.

Putin rĂ€umte ein, dass sein Land propaganda-mĂ€ĂŸig ĂŒberhaupt keine Chance hat, mit eigenen Argumenten durchzukommen. Denn die USA kontrollieren die westlichen Mainstream-Medien vollstĂ€ndig. - Jeder, der sich mit offenen Ohren und halbwegs unvernebeltem Verstand deren Output ansieht, kann sich jede Stunde davon ĂŒberzeugen, dass Putin hier recht hat.

Auch Deutschland bekam sein Fett ab: Ein Land, das sich vom großen Bruder nicht emanzipieren kann, und sich - ohne Widerrede - von diesem die Milliarden-teuren Nordstream-Pipelines sprengen lĂ€sst, das eigene Land in die wirtschaftliche Rezession fĂŒhrt und noch immer und immer weiter Milliarden nach Kiew ĂŒberweist. "Inkompetente Menschen", so Putin, seien hier am Ruder.

Putin erzĂ€hlte glaubwĂŒrdig von diversen Treffen mit US-PrĂ€sidenten - Bush, Clinton, Obama - wie sie im persönlichen GesprĂ€ch fĂŒr AbrĂŒstung, FriedensgesprĂ€che und Ă€hnliche Initiativen - offen waren, dann aber jedes Mal zurĂŒck gepfiffen wurden. Ich war selbst Chef des KGB, erzĂ€hlte Putin, er verstehe diese Denkweise. Aber er glaube, dass die CIA sich bei weitem zu viel heraus nehme. Über PrĂ€sidenten hinweg Fakten schaffe und an der schwierigen aktuellen Lage einen großen Anteil habe.

Über Biden wollte Putin zunĂ€chst gar nicht sprechen. Er erinnere sich nicht an ihn. Erst auf Nachfrage von Tucker Carlson machte Putin deutlich, wie sehr er von diesem Typen enttĂ€uscht ist. Und wie stark der Bruch ist. Und hier wurde es wirklich heiß: Russland werde in der Ukraine nicht weichen, werde weder Krim noch die Ost-Provinzen diesem Regime jemals wieder ausliefern. Und wenn sich die NATO hier noch massiver engagiert, riskiert sie das Ende der Menschheit. Und so dumm, meinte er, werde wohl hoffentlich niemand sein.

Auf dem Weg nach Russland – und zurĂŒck

30. Oktober 2024 - Nicht jeder wird hofiert wie Tucker, der "Starjournalist". Wie man sich als "RĂ€dchen" in der Medeinmaschine fĂŒhlt, schildert  Tom J. Wellbrock. Er war fĂŒr ein halbes Jahr in Russland (Moskau) und hat dort fĂŒr Russia Today gearbeitet - war somit im Alltag stark mit dem russischen System konfrontiert. Gewissermaßen auf der Suche nach mehr Freiheit war er bald in den FĂ€ngen der russischen BĂŒrokratie gefangen. Im Stichpunkt-Magazin.com berichtet er ĂŒber seinen Entschluss und die BeweggrĂŒnde, Russland wieder zu verlassen. „Bis meine Frau nachkommen konnte, vergingen fĂŒnf Wochen, und so lernte ich zum ersten Mal die russische BĂŒrokratie kennen. Ich werde sie immer in meinem Herzen tragen, und zwar als MĂŒhlstein, den man nicht wieder loswird, wenn man in Russland lebt“, so der Journalist und Podcaster, der nter anderem fĂŒr den „wohlstandsneurotiker“ und den Podcast der „neulandrebellen“ Interviews fĂŒhrt.

Tags: EU-Maßnahmen gegen Russland, Russenhass, Krieg gegen Russland, Russland, Ukraine