Henkel Hans-Olaf: Die Euro-Lügner

21.7.2013 - Hans-Olaf Henkel, als Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) 1995-2000 Unterstützer der Euro-Einführung, ist zum Dissidenten geworden. Seit mehreren Jahren führt er seinen Kampf gegen den Einheitseuro. Der integre Überzeugungstäter wird dabei zum polemischen Glaubenskrieger und lässt leider allzu viele Fragen unbeantwortet.

screenshot amazon

Nach „Rettet unser Geld!“ (2010) hat Henkel nun eine weitere Kampfschrift zur Rettung Deutschlands und zur Abschaffung des Einheitseuro vorgelegt. Schon im Vorwort seines neuen Buches macht er seine Position klar: „Die Wahrheit ist, dass Europa nicht durch die Krise des Euro, sondern durch den Euro selbst bedroht ist. Wer an ihm festhalten will und sich gleichzeitig gegen seine Rettung wehrt, ist schizophren – aber diese Krankheit ist unter Politikern weit verbreitet.“ (S. 17)

Weiterlesen

Komlosy Andrea: Globalisierung im Übergang

Zerfall, Teilung oder Erneuerung des Weltsystems

Promedia 2026. 288 S. 14,8 x 21. brosch.

Buch-Präsentation: Mittwoch, 14. Oktober 2026 um 19 Uhr

im "Freien Wort", Rögergasse 24-26, 1090 Wien

(Verlagsinformation) Spätestens seit dem 19. Jahrhundert bildete die Welt eine ökonomische Einheit. Bestimmt durch die Erfordernisse der Kapitalakkumulation – Expansion, Wachstum, Verwandlung von Bedürfnissen in Waren –, brachte diese stets neue Formen von regionaler und sozialer Ungleichheit hervor.

Von einer Zunahme der globalen Verflechtung, die um die Jahrtausendwende ihren Höhepunkt erreichte, kann Mitte der 2020er-Jahre keine Rede mehr sein. Dieses Buch widmet sich daher der Frage, ob der Begriff des globalen Kapitalismus zur Beschreibung der Welt noch zutrifft.

Weiterlesen

Kundera Milan: Unsterblichkeit

Der Roman Nesmrtelnost erschien 1990 in Paris unter dem Titel L’Immoralité und in Wien (Kremayr & Scheriau) unter dem Titel „Die Unsterblichkeit“, übersetzt aus dem Tschechischen von Susanna Roth.

7. Oktober 2026 (Beginn der Frankfurter Buchmesse mit Tschechien als Gastland) - „Die“ Unsterblichkeit braucht keinen Artikel; nicht weil das tschechische Original Nesmrtelnost so wie Tschechisch prinzipiell ohne Artikel auskommt, sondern weil „die“ Unsterblichkeit „von“ jemandem Bestimmten nahelegt. Naheliegend ist beispielsweise die Unsterblichkeit Goethes. Geradezu brüskiert, glaube ich, hätte Kundera den Gedanken von sich gewiesen, dass diese Übersetzung die Deutung „meine Unsterblichkeit“ zulassen würde; sogar die Andeutung davon hätte er abgelehnt (aber vorausgesetzt).

Weiterlesen