Broch Hermann: Die Schlafwandler

Gedenktafel Franz Josefs Kai 37, Wien

Christian Eschweiler (*27.2.1932, † 12.11.2021, studierte Germanistik, Geschichte, Kunstgeschichte und Philosophie) hat 2009 auf die mangelnden historischen Informationen über den spät berufenen Autor hingewiesen: „Leider hat Broch nie ein Tagebuch geführt, weil er gegenüber seiner eigenen Biographie sich betont gleichgültig verhielt. Er verstand sich als Teil der Problematik seiner Zeit, die er hellwach analysierte und in seinem Werk gestaltete. Alles Persönliche blieb dem untergeordnet. ‚Etwas teile ich jedenfalls mit Kafka und Musil: Wir haben alle drei keine eigentliche Biographie; wir haben gelebt und geschrieben, und das ist alles.‘ Trotzdem verbindet sie noch mehr! Denn alle drei hatten auch starke erfolgreiche und dominante Väter. Durch seine Einheirat in das reiche jüdische Patriziat Wiens verschaffte sich Brochs Vater als Textilindustrieller Ansehen und Anerkennung.“ (Quelle: Christian-Eschweiler.com)

Eschweiler liefert in seinem Essay (Vortrag) authentische Einblicke in den komplexen und kompromisslos naturalistischen Roman, den Hermann Broch (1886-1951) von 1928 bis 1981 in Wien verfasst hat. Im Projekt-Gutenberg können die drei Teile abgerufen werden.  Die Suhrkamp Werkausgabe (Band 1) enthält zusätzlich drei Briefe an den Rhein-Verlag, in dem das Werk ursprünglich erschienen ist. ethos.at bringt Auszüge:

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Kohout Pavel: Ende der Großen Ferien

Pavel Kohout Cover

Dieser Roman entstand mit Unterbrechungen von 1984 bis 1990 und ist 1990 im Verlag Knaus, München, erschienen.

VORBEMERKUNG: Als Gymnasiast las ich zahlreiche Bücher osteuropäischer Dissidenten, darunter auch Pavel Kohout. 1977 erhielt er den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur (Milan Kundera erhielt diesen zehn Jahre später). In meinem letzten Schuljahr (1980/81) hielt ich ein Referat über „Die Henkerin“, Kohouts satirische Kritik an totalitären Regimen. Danach kam ich auf die Idee, den Autor, der damals als Emigrant in Wien lebte, zu einer Lesung an „mein“ Gymnasium einzuladen. Direktor und Deutschlehrer gaben grünes Licht. So durfte ich in der Portierloge der Schule mit dem Unterrichtsministerium telefonieren, wo ich Kontaktdaten und eine Zusage für die Finanzierung der Lesung bekam. Am 26. März 1981, nach der Lesung, widmete mir Kohout sein Buch „Aus dem Tagebuch eines Konterrevolutionärs“. Niemand konnte damals ahnen, dass ich selbst einst zum Revolutionär werden sollte in einem Land, das sich harmlos „Österreich“ nennt, sich aber spätestens 2020 als DDR 4.0 entlarvte. Aber das ist eine andere Geschichte.

 

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Bonelli Raphael: Kopflos

+ Wie Denken funktioniert.

+ Warum wir es verlernt haben.

+ Wie wir es zurückgewinnen.

edition a, 13. April 2026

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Verlagsinformation: Die Welt ist von nahezu pathologischer Irrationalität und Hysterie gezeichnet. In der Politik, in den Medien und im Internet haben Gefühlsausbrüche und Schnellschussreaktionen fundierte und sachliche Diskussionen abgelöst. Warum ist das so? Welche Auswirkungen hat das auf unser Leben? Und wie lässt sich das ändern? Dr. Bonellis große neurowissenschaftliche Psychoanalyse einer hysterischen Gesellschaft.

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