Kriseova Eda: Vaclav Havel.

Dichter und Präsident

Rowohlt Verlag, Berlin 1991

„Eine Panne. Wir haben keinen Lebenslauf von dir“, sagt die Autorin des Buches unmittelbar nach Amtseinführung des Präsidenten Václav Havel. „Dann zieh dich für eine Weile zurück und schreib einen.“ So konnte nur ein Jahr nach dem Systemwechsel die erste autorisierte Biografie Havels erschien.

„Husák stürzte, und es erhob sich die Frage, wer wird Präsident. Ich weiß, dass ich nicht die erste war, die es Václav sagte, … ‚Olga [Havels Frau] ist auch dagegen‘, sagte er. ‚Sie hat gesagt, sie würde sich scheiden lassen.‘ … Ich habe mir das auch nicht so vorgestellt. Daß alles so schnell gehen und sich nicht anders entwickeln würde. Und ich erinnerte mich, wie mir Václav im Sommer die Lage der politischen Kräfte aufgezeichnet hatte und ihm dabei überhaupt nicht in den Sinn gekommen war, daß die Charta den Sieg davontragen könne. Und jetzt sah man überall in den Straßen Plakate ‚Havel auf die Burg‘- Die Menschenmassen skandierten es auf allen Plätzen.“ (S. 264)

Tschechoslowakei nach 1945

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Brorhilker Anne: Cum/Ex, Milliarden und Moral

Warum sich der Kampf gegen Wirtschaftskriminalität lohnt

Erschienen 12.11.2025 / Cum-Ex / Cum-Cum / cumex cumcum

Anne Brorhilker, die als Oberstaatsanwältin der Staatsanwaltschaft Köln jahrelang und unerschrocken die Cum/Ex-Ermittlungen geleitet hat, kennt das komplexe Verhältnis zwischen Wirtschaftskriminalität und Justiz wie keine andere. Hier schildert sie erstmals ihre erstaunlichen Erfahrungen mit der Finanzelite, blickt hinter die Kulissen der Großbanken und entlarvt die Selbstgefälligkeit vieler Steuerhinterzieher: Weshalb war die Aufklärung trotz jahrelanger Ermittlung und auch zahlreicher Urteile so mühsam? Warum tut sich der Staat so schwer, die Milliarden zurückzufordern? Geld, das den ehrlichen Steuerzahlern zusteht? Mit ihrem Entschluss, den Staatsdienst zu quittieren und als Teil der Zivilgesellschaft für Aufklärung zu sorgen, hat Anne Brorhilker ein Zeichen gesetzt: Der Kampf für Gemeinwohl und Gerechtigkeit geht uns alle an - und mit Mut können wir etwas bewegen! Ein Euro des Verkaufspreises dieses Buches geht an die Bürgerbewegung "Finanzwende e.V.".

https://www.youtube.com/watch?v=3jAXxwkyo2Q

Kohout Pavel: Mein tolles Leben mit Hitler, Stalin und Havel

Erlebnisse – Erkenntnisse

Osburg Verlag, Berlin 2010

20. Juli 2026 - Die dritten Memoiren des Autors, der heute 98 Jahre alt wird, sind auch schon wieder 16 Jahre alt. Nur wenige Monate, nachdem die Sowjet-Panzer den Prager Frühling im August 1968 planiert hatten, veröffentliche Kohout den Memoiroman „Aus dem Tagebuch eines Konterrevolutionärs“, der in drei Zeitebenen erklärt, wie er zum Kommunisten wurde und warum er es bis zum Prager Frühling geblieben ist. Der Einmarsch der Sowjets überraschte ihn, als damals noch privilegierter Schriftsteller, während eines Urlaubs in Rom. Trotz aller Risiken kehrte er nach Prag zurück.

1997 erschien der Memoirenband „Wo der Hund begraben liegt“, in dem er die Zeit seiner Rückkehr bis zur Zwangsausweisung 1979 schildert. Der Titel des Buches bezieht sich auf seinen Hund, der von den Schergen des Regimes stellvertretend für den Dichter vergiftet wurde.

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