Strolz Matthias: Homo Universus

Untertitel: Unser Menschsein neu entdecken und leben

Buchverlag Edition Platin, August 2026

Betrachtungen von Alfons Flatscher

Ursprünglich erschienen unter dem Titel "Homo Strolzus" in report.at

Matthias Strolz widmet sich in „Homo Universus“ den großen Fragen des Menschseins. Das liest sich gut, klingt oft erhebend – und bleibt bei genauerer Betrachtung doch häufig näher am PR-Auftritt als an der philosophischen Zumutung. Matthias Strolz hat ein Buch über das Menschsein geschrieben. Das ist zunächst einmal konsequent. Wer eine Partei gegründet, verlassen, sich neu erfunden, beraten, gecoacht, gesprochen, gepostet und immer wieder öffentlich nach dem großen Ganzen gegriffen hat, landet irgendwann zwangsläufig dort, wo alle großen Fragen wohnen: beim Menschen selbst.

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Busek/Brix: Mitteleuropa revisted

Emil Brix + Erhard Busek

Warum Europas Zukunft in Mitteleuropa entschieden wird.

Kremayr & Scheriau, Wien, 2018

25. Oktober 2026 - 30 Jahre nach Veröffentlichung ihres Buches „Projekt Mitteleuropa“ nahmen die beiden Autoren 2018 die Länder zwischen Deutschland, Russland und dem Mittelmeer erneut in den Blick. ethos.at bringt Auszüge:

„Für Europa sind die historischen mitteleuropäischen Erfahrungen des Widerstandes gegen Totalitarismus von aktueller realpolitischer Relevanz. Wie können Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Marktwirtschaft in Zeiten der Globalisierung gesichert werden, ohne dass diese gleichzeitig in neuen und alten Demokratien zu einer Entsolidarisierung in der Gesellschaft und zu nationalstaatlichem Populismus in der Politik führt? Offene Gesellschaften brauchen eine politische Ethik, die es möglich macht, Pluralität als Wert anzuerkennen und ‚Vertrauenskapital‘ in einer Gesellschaft und besonders zwischen Nachbarstaaten aufzubauen.“ (24 f)

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Nenning Günther: Die Nation kommt wieder

Würde, Schrecken und Geltung eines europäischen Begriffs

Zürich, Edition Interfrom, 1990

23. Oktober 2026 - Günther Nenning (23. Dezember 1921 – 14. Mai 2006) – Zum 20. Todestag des Doktor Doktor hat sich niemand mehr an ihn erinnert. KI verweist – wie so oft irrtümlich – auf einen Artikel in furche.at; diese Seite allerdings zeigt nur eine Kurzmeldung aus dem Jahr 1966 (!) an: „Versuch einer Klimaverbesserung“. Konkret geht es um ein Buch über das Verhältnis von Richtern und Journalisten, herausgegeben von Günther Nenning.

Sein Versuch über die Wiederkehr der Nationen ist keine ernsthafte Untersuchung, wie die zwei Jahre zuvor erschienene: „Grenzenlos Deutsch. Nazion oder Nation, Starkstaat oder Geisterreich.“ Es ist eine ernsthafte Plauderei über das Ende einer Epoche, das Ende des Kommunismus. Und genau dieser „Kopfstand im Turnsaal der Weltgeschichte“ (146) ermöglichte die Wiedergeburt des Nationalen, ohne -ismus, als Nationalgefühl.

SIEHE AUCH: Die Geburt der österreichischen Nation aus dem Geist der Neutralität (ethos.at 2023)

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