Der Euro hat uns ärmer gemacht
Kommentar von Christian Ebner, Obmann CFU Christlich Freisinnige Union
Angesichts der Ankündigung der AfD-Bundessprecherin Alice Weidel, dass eine von der AfD geführte Bundesregierung den Euro durch eine neue deutsche Währung ersetzen würde, haben etliche EU-freundliche Journalisten und Politiker die Behauptung aufgestellt, dass die Wiedereinführung einer nationalen Währung, egal ob in Deutschland oder Österreich, die betreffenden Länder infolge einer zu erwartenden Aufwertung ärmer machen würde.
Diese Behauptung ist schlichtweg falsch. Der Wechselkurs einer Währung ist die Folge der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes. In den Jahrzehnten vor der Einführung des Euro verlor die italienische Lira immer wieder an Wert gegenüber den Hartwährungen, wie dem österreichischen Schilling, der deutschen Mark oder dem Schweizer Franken, weil die Inflation in Italien höher war und das Land gegenüber Österreich, Deutschland und der Schweiz an Wettbewerbsfähigkeit verlor. Der Euro ist nun eine viel weichere Währung als der Schweizer Franken.