Erlesen: Literatur-Archiv

Vom Scheitern der ICH-Erzähler

12.1.2016 - Zu Jahresbeginn hab ich im Ramschladen drei Romane gekauft. Ramschladen, ein wirklich bösartiger Begriff für Buchhandlungen, in denen hochwertige Bücher – nach offizieller Sprachregelung der Verlage – verramscht werden. Auf der Unterkante abgestempelt als „Mängelexemplar“. Und manche Taschenbücher erhalten sogar einen doppelten Dolchstoß verpasst, um ihre Mangelhaftigkeit nochmals physikalisch zu demonstrieren. Ich frage mich, wie die Verlage e-books verramschen, aber das ist ein anderes Thema.

Wie der Zufall – was immer das sein mag – so will (ein Zufall mit eigenem Willen?), … wie auch immer, wählte ich drei Romane, die einen gemeinsamen Nenner haben: einen, bzw. sogar jeweils mehrere Ich-Erzähler. Wikipedia schreibt über dieses „typologische Modell der Erzählsituationen“:  „Diese Erzählsituation erscheint natürlich. Wenn jemand erzählt, was ihm passiert ist, spricht er ebenfalls aus der Ich-Perspektive. In der Regel ist diese Perspektive besonders geeignet, ein Identitätsgefühl mit dem Erzähler beim Leser zu wecken. Das Gefühl also, der Leser erlebe selbst, was dem Erzähler als Figur des Textes geschieht.“

In den drei Romanen, die mir also zugefallen sind, ist diese Intention nachvollziehbar. Allerdings sind die Autoren meiner Einschätzung nach daran gescheitert.

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Plädoyer für ein anderes Europa

Von Václav Havel und Hubert Thurnhofer

„Die Regierung ist zufrieden, dass sich die Menschen nur für sich selbst interessieren und sich um die geistige, politische und moralische Vergewaltigung des Landes nicht kümmern.“ Eda Kriseová charakterisierte so die Tschechoslowakei in den 21 Jahren nach dem Niederschlag des Prager Frühlings bis zur Wende 1989. Dieser Satz charakterisiert ebenso Österreich seit Beginn dieses Jahrhunderts.

Geistige, politische und moralische Vergewaltigung in Österreich 2026 ist so alltäglich, dass diese von den Menschen des Landes nicht mehr bemerkt werden. Die Lüge ist längst zu allgemein gültigen Wahrheit geworden. Moral – wenn sie denn irgendwo eingefordert wird – wird bestenfalls verhöhnt, wenn nicht gar selbst als Vergewaltigung diffamiert. Regierungen dienen dem Machterhalt des Systems, nicht der Umsetzung der Interessen des Volkes. Das Volk (die „Lemminge“ c Peter Filzmaier) hat sich daran gewöhnt; es lebt großteils zufrieden mit sich selbst und mit zwei Grundsätzen:

1. Die Politik ist unerträglich, alle Politiker sind korrumpiert.

2. Da kann man nix dagegen machen, das war schon immer so.

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Verfassung im Dialog 2026

13. August 2026 - AVISO: Die Stiftung Forum Verfassung, der Verfassungsgerichtshof und die Brunnenpassage laden sehr herzlich ein zum Besuch am 18. und 19. September 2026 in das Kulturzentrum Brunnenpassage im 16. Wiener Gemeindebezirk bei „Verfassung im Dialog“ – dem Geburtstagsfest für die österreichische Bundesverfassung.

"Am 1. Oktober 1920 wurde das Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG) beschlossen – rund um diesen Tag möchten die Veranstalter die Grundlage unseres Zusammenlebens hochleben lassen! Die Verfassung legt die Spielregeln des Staates fest und sorgt dafür, dass jede und jeder einzelne sich gut entfalten kann. Die Verfassung ist damit ein Thema für uns alle!" So die Veranstalter.

Bild: Sigita Daugule, Dodlschach, Öl auf Leinwand, 60x160 cm

ethos.at kommentiert:

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Kollektivschuld und Vergangenheits-Bewältigung

Beiträge von Václav Havel und Rudolf Burger

Am 15. März 1990 besuchte Deutschlands Bundespräsident Richard von Weizsäcker seinen Amtskollegen in Prag. Václav Havel erinnerte aus diesem Anlass an den Einmarsch der Deutschen am 15.3.1939, als „ein Wahnsinniger in Stiefeln […] in diese Burg eindrang, um der Welt zu verkünden, daß Gewalt über Freiheit und Menschenwürde siegt. Er drang hier ein als Bote des Krieges. Als Bote der Grobheit. Als Bote der Lüge. Als Bote des Stolzes und des Bösen, des Unrechts und der Grausamkeit.“ (S. 42)

Bild: Igor Leontjew, Öl auf Leinwand

„Heute, da wir am Anfang unseres zweiten Versuches der Demokratie stehen und da wir uns das ins Gedächtnis rufen, was vor einundfünfzig Jahren geschehen ist, begrüßen wir auf dieser Burg einen anderen Gast. Nämlich einen Vertreter der deutschen Demokratie. Einen Boten des Friedens. Einen Boten des Anstands. Einen Boten der Wahrheit. Einen Boten der Menschlichkeit. Einen Verkünder der Botschaft, daß Gewalt nie mehr über Freiheit siegen darf, Lüge nicht über Wahrheit und das Böse nicht über das menschliche Leben.“ (43)

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Steirisches Vulkanland

Die Entwicklung im Steirischen Vulkanland orientiert sich an der Vision 2040 – menschliche, ökologische und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit:

Das Steirische Vulkanland ist eine innovative und lebenswerte Region. Durch die Verfeinerung der Lebenskultur, eine wertschätzende Beziehung zum Lebensraum und eine innovative Regionalwirtschaft sichert die Region ihre menschliche, ökologische und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit. Als resiliente Region ist das Vulkanland mit seinen natürlichen Ressourcen und talentierten Menschen bestens auf globale Veränderungen vorbereitet.

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Unser Planet gehört nicht den Superreichen

Aachener für eine menschliche Zukunft haben ein ein Gesprächsangebot vorgelegt: für ein umfängliches Verstehen der gesellschaftlichen Entwicklungen, Gefahren und Chancen Diese Handreichung ist ein Gesprächsangebot für ein umfängliches Verstehen der gesellschaftlichen Entwicklungen, Gefahren und Chancen.

Autoren: Helga Ebel, Dr. Peter Hantel, Dr. Ute Koité-Herschel, Angelika Meißner, Jörg Sauder, Robert Schmid.

Volltext als PDF abrufbar auf evalww.com

INHALT

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Technology Talks Austria 2026

Unter dem Motto „Empowering Europe: Technological Leadership for a Resilient Future” werden am 10. und 11. September 2026 Zukunftsstrategien für Österreich und Europa diskutiert – auch in zwölf vertiefenden Workshops.

 Technology Talks Austria 2026

Datum: 10.09.2026 - 11.09.2026

im Anschluss an das FFG-Forum (09.09.2026)

Ort: MuseumsQuartier Wien

Museumsplatz 1, 1070 Wien

Die zentrale Frage der „Technology Talks Austria 2026“, die heuer am 10. und 11. September 2026 – back-to-back mit dem FFG-Forum – im MuseumsQuartier Wien stattfinden, lautet: Wie kann Europa wissenschaftliche Exzellenz in eine technologische Führungsrolle, industrielle Stärke, strategische Autonomie und langfristige Resilienz umsetzen? Österreichs relevanteste Forschungs- und Technologiekonferenz unter dem Titel „Empowering Europe: Technological Leadership for a Resilient Future” folgt dabei einem Erzählbogen, der von technologischen Fähigkeiten und Infrastruktur über Industrialisierung und Sicherheit hin zu Souveränität, Rahmenbedingungen und Innovationssystemen führt.

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Raus aus Schengen

Kommentar von Christian Ebner, Obmann der Partei CFU (Christlich Freiheitliche Union)

Das Schengen-Abkommen ist beliebt, denn es ermöglicht uns ohne Reisepass in andere EU-Länder zu reisen. Doch diese Bequemlichkeit hat einen sehr hohen Preis, denn Schengen macht auch illegalen Migranten die Einreise sehr leicht. Gelingt es ihnen, irgendwo an der Schengen-Außengrenze in die EU einzudringen, können sie problemlos in EU-Staaten weiterreisen, in denen der Sozialstaat besonders üppig ist und die Chancen auf einen positiven Asylbescheid besonders hoch sind – nach Österreich zum Beispiel.

Theoretisch sollte es ganz anders sein. Laut den Schengen-Regeln sind die EU-Staaten an der Schengen-Außengrenze dazu verpflichtet, diese zu schützen und illegale Zuwanderung zu unterbinden. Weiters sollten die Staaten an der EU-Außengrenze eventuelle Asylanträge bearbeiten.

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Hochsommer Art Festival

Länderübergreifendes Kulturschaffen

Das Hochsommer Art Festival holt Kultur und zeitgenössische Kunst ins Südburgenland, die Südoststeiermark, Slowenien und die ungarische Grenzregion. Ihr könnt Ausstellungen und Veranstaltungen zu gesellschaftlich relevanten Themen besuchen und darüber hinaus bei Kunstreisen in Kleinbussen von den Bahnhöfen Feldbach und Fehring aus Hintergründe erfahren und euch mit Autor*innen, die diese Reisen begleiten, austauschen. Die Busse fungieren gleichzeitig als Shuttleservice zum Festival und somit als nachhaltigere Alternative zum Individualverkehr.

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La Strada 2026 Graz

Es wird viel passieren diesen Sommer in der Stadt. Da werden sich Menschen auf dem Boden ausstrecken und mit ihren Körpern den öffentlichen Raum vermessen. Andere werden im Gänsemarsch mit Steinen auf dem Kopf durch die Straßen balancieren. Und wieder andere werden ihre Tubas und Triangeln Richtung Freiheitsplatz tragen. Manche von ihnen werden Künstler:innen sein; viele aber auch einfach Bewohner:innen oder Gäste der Stadt, die am Festival lustvoll teil:haben wollen.

Am Anfang steht wie jedes Jahr die große Eröffnung auf der Bühne des Grazer Opernhauses.

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