Sorge um österreichische Identität

9. September 2026 (Mitteilung des Österreichischen Integrations Fonds ÖIF) Wie bewertet man in Österreich den Zustand der Gesellschaft? Was versteht man konkret unter Integration? Welche Erwartungen hat die österreichische Gesellschaft an Zuwander/innen? Eine neue Befragung durchgeführt vom Meinungsforscher Peter Hajek, mit einem Vorwort von Sozialwissenschaftler Prof. Rudolf Bretschneider, befasst sich im Auftrag des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) mit den Einstellungen der österreichischen Bevölkerung zu den Themen Zusammenhalt, Migration und Integration. Der Forschungsbericht steht ab sofort in der ÖIF-Mediathek zur Verfügung.

Bild: Axl Höhle, "Lercherlschas"

Sorge um kulturelle Identität Österreichs deutlich gestiegen 

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140 Jahre Sonnblick Observatorium

140 Jahre Sonnblick Observatorium

Seit 140 Jahren wird auf dem Hohen Sonnblick in Rauris Wetter- und Klimageschichte geschrieben. Was einst als kleine Wetterstation begann, zählt heute zu den bedeutendsten hochalpinen Mess- und Forschungsstationen der Welt.  Der Tourismusverband Rauris informiert.

Foto © Hermann Scheer: Das Team des Sonnblick Observatoriums im Juni 2026

Zwischen Wetter und Wissenschaft

Draußen liegt die Welt im Weiß. Eis umklammert Geländer, Antennen und Messgeräte. Der Wind schlägt gegen die ziegelrote Fassade, fährt heulend um die Kanten und treibt feinen Schnee über den Felsgrat. Drinnen leuchten Bildschirme. Pumpen ziehen Luftproben ein, Sensoren erfassen winzige Teilchen, Messwerte laufen Sekunde für Sekunde in Datenbanken. Der Techniker öffnet die Tür, tritt hinaus und blickt in den Himmel. Wie weit reicht die Sicht? Was fällt vom Himmel – Schnee, Regen oder Graupel? Wie stark drückt der Wind?

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Kategorischer Imperativ der Gesetzgebung

6. September 2026 - Mitteilung der Parlamentsdirektion (13.7.2026 via APA / OTS) - "135 Gesetzesbeschlüsse hat der Nationalrat in der Tagung 2025/2026 gefasst. Er ist dafür zu 53 Plenarsitzungen mit einer Dauer von über 258 Stunden zusammengetreten. 27,4 % der Gesetzesbeschlüsse fielen einstimmig. Dazu kommen 4 Staatsverträge und 56 Entschließungen mit politischen Anliegen an die Regierung. Die Beschlüsse gehen zum zweiten Mal in Folge wieder vermehrt auf Regierungsvorlagen zurück."

Nach selektiver Untersuchung der Selbstportraits der Abgeordneten lässt sich feststellen: Keine einzige Nationalratsabgeordnete und kein einziger Repräsentant des Volkes ist bislang auf die Idee gekommen, folgendes Statement abzugeben:

„Ich will mich im Nationalrat für eine bessere Gesetzgebung einsetzen. Mir liegt ein schlanker Staat am Herzen. So einen Staat können wir nur aufbauen, wenn wir Gesetze abbauen! Die verbleibenden Gesetze müssen schlanker werden. Ich will dazu beitragen, die Qualität der Gesetzgebung insgesamt merklich zu heben.“

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Was macht der Unvereinbarkeits-Ausschuss?

3. September 2026 - Parlament.gv.at informiert:

Der Unvereinbarkeitsausschuss berät über – gemäß dem Unvereinbarkeits- und Transparenz-Gesetz von ihm zu behandelnde – Meldungen von Abgeordneten, Regierungsmitgliedern und Staatssekretär:innen. Abgeordnete haben leitende Stellungen in AGs, GmbHs, Stiftungen und Sparkassen zu melden. Im öffentlichen Dienst tätige Abgeordnete müssen dies sowie ihren Tätigkeitsbereich angeben, da eine objektive und unbeeinflusste Amtsführung gewährleistet sein muss. Regierungsmitglieder und Staatssekretär:innen haben insb. Eigentums-/Anteilsrechte an Unternehmen anzuzeigen, da gemeldeten Unternehmen ab einer bestimmten Beteiligungshöhe keine öffentlichen Aufträge erteilt werden dürfen. Entscheidet der Ausschuss, dass eine Tätigkeit/Funktion mit dem Mandat nicht vereinbar ist, ist diesem Beschluss Folge zu leisten. Andernfalls kann der Ausschuss beim Verfassungsgerichthof einen Antrag auf Verlust des Amtes/Mandats stellen.

Kann eine Ente gleichzeitig schwimmen, watscheln und fliegen? Nein, aber der Reihe nach. Das ist nicht unvereinbar.

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Parlamentarische Fehlbesetzungen

3. September 2026 - Parlamentarier haben Null Interesse an Gesetzgebung. Das klingt nach einem Vorurteil. ethos.at diese Aussage untersucht und gelangte zu dem Urteil: Parlamentarier haben Null Interesse an Gesetzgebung.  

Auf parlament.gv.at findet man neben Kurzbiografien aller Abgeordneten auch Portraitvideos, die alle mit der Beantwortung des Satzes „ich bin Mitglied des Nationalrats, weil…“ beginnen und mit einem Statement über „ein Thema, das Ihnen im Nationalrat besonders am Herzen liegt“ enden.

Resümee nach zwanzig zufällig und vier gezielt ausgewählten Selbstdarstellungen: Keine einzige Nationalratsabgeordnete und kein einziger Repräsentant des Volkes ist auf die Idee gekommen, darauf folgendermaßen zu antworten: Ich will mich im Nationalrat für eine bessere Gesetzgebung einsetzen. Mir liegt ein schlanker Staat am Herzen. So einen Staat können wir nur aufbauen, wenn wir Gesetze abbauen! Die verbleibenden Gesetze müssen verständlich und widerspruchsfrei werden. Ich will dazu beitragen, die Qualität der Gesetzgebung insgesamt merklich zu heben.“ So eine Aussage, schlimmer noch, so eine Einstellung existiert nicht, bei keinem und leider auch keiner der 183 Nationalratsabgeordneten.

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Island meidet die EU

31. August 2026 - "Am Samstag, dem 29. August 2026, fand in Island ein Referendum darüber statt, ob die EU-Beitrittsverhandlungen wieder aufgenommen werden sollen. Das Ergebnis fiel für die EU nicht positiv aus: 52,8 % der Isländer stimmten mit „Nein“ und 47,2 % mit „Ja“ – bei einer Wahlbeteiligung von 82,5 %", berichtet TKP.at (31.8.26)

Der Obman der CFU, Christian Ebner, kommentiert: Vorbild Island

Im Jahr 1995 traten Österreich, Schweden und Finnland aus der EFTA aus, um der EU beizutreten. Die Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island sind hingegen in der EFTA verblieben. Die EFTA ist eine Wirtschaftsgemeinschaft souveräner Staaten ohne gemeinsame Politik und ohne belastende Vorschriften. Wie die EU schließt auch die EFTA Handelsverträge mit Drittstaaten ab. Im Gegensatz zur EU dürfen die EFTA-Staaten auch bilaterale Handelsverträge mit anderen Staaten abschließen. EU-Staaten dürfen das nicht, da Handelsverträge alleinige EU-Kompetenz sind.

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Römerfest in Carnuntum

Samstag 5. bis Sonntag 6. September 2026

Das größte Römerfest Österreichs bietet antikes Spektakel vom Feinsten: Legionäre, Gladiatoren, Handwerker und edel gekleidete Senatoren und Matronen marschieren am Wochenende in Carnuntum auf.

Über 300 Reenactors aus dem In- und Ausland bevölkern ein Wochenende lang die Römerstadt Carnuntum und erwecken die Antike so opulent wie an kaum einem anderen Ort zu neuem Leben. Ein Heer an Legionären in voller Ausrüstung zeigt beim Kampftraining die Präzision und Taktik der einstigen Legionen Roms. Gladiatoren treten in der großen Festarena auf und zeigen ihr ganzes Können: Keine Absprachen, sondern echte Kämpfe mit Übungswaffen. Zahlreiche Händler haben ihre Zelte aufgeschlagen und bieten ihre außergewöhnlichen Waren an.

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Der Euro hat uns ärmer gemacht

Kommentar von Christian Ebner, Obmann CFU Christlich Freisinnige Union

Angesichts der Ankündigung der AfD-Bundessprecherin Alice Weidel, dass eine von der AfD geführte Bundesregierung den Euro durch eine neue deutsche Währung ersetzen würde, haben etliche EU-freundliche Journalisten und Politiker die Behauptung aufgestellt, dass die Wiedereinführung einer nationalen Währung, egal ob in Deutschland oder Österreich, die betreffenden Länder infolge einer zu erwartenden Aufwertung ärmer machen würde.

Diese Behauptung ist schlichtweg falsch. Der Wechselkurs einer Währung ist die Folge der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes. In den Jahrzehnten vor der Einführung des Euro verlor die italienische Lira immer wieder an Wert gegenüber den Hartwährungen, wie dem österreichischen Schilling, der deutschen Mark oder dem Schweizer Franken, weil die Inflation in Italien höher war und das Land gegenüber Österreich, Deutschland und der Schweiz an Wettbewerbsfähigkeit verlor. Der Euro ist nun eine viel weichere Währung als der Schweizer Franken.

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Waldführungen der Bundesforste

20. August 2026 (Presseinformation der Österreichischen Bundesforste AG, Pressesprecherin Natur & Umwelt: Mag. Daniela Schildhammer)

Der Wald verändert sich und mit ihm die Arbeit der Forstwirtschaft. Wie klimafitte Mischwälder entstehen und welche Maßnahmen notwendig sind, damit Wälder auch künftig ihre vielfältigen Funktionen erfüllen können, zeigen die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) bei ihren kostenlosen „Wald der Zukunft"-Führungen von Ende August bis Mitte September 2026. Gemeinsam mit Expert*innen geht es für Naturinteressierte in rund dreistündigen Touren direkt an jene Orte, an denen der Waldumbau bereits heute sichtbar ist und die artenreichen Wälder von morgen entstehen.

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Erlesen: Literatur-Archiv

Vom Scheitern der ICH-Erzähler

12.1.2016 - Zu Jahresbeginn hab ich im Ramschladen drei Romane gekauft. Ramschladen, ein wirklich bösartiger Begriff für Buchhandlungen, in denen hochwertige Bücher – nach offizieller Sprachregelung der Verlage – verramscht werden. Auf der Unterkante abgestempelt als „Mängelexemplar“. Und manche Taschenbücher erhalten sogar einen doppelten Dolchstoß verpasst, um ihre Mangelhaftigkeit nochmals physikalisch zu demonstrieren. Ich frage mich, wie die Verlage e-books verramschen, aber das ist ein anderes Thema.

Wie der Zufall – was immer das sein mag – so will (ein Zufall mit eigenem Willen?), … wie auch immer, wählte ich drei Romane, die einen gemeinsamen Nenner haben: einen, bzw. sogar jeweils mehrere Ich-Erzähler. Wikipedia schreibt über dieses „typologische Modell der Erzählsituationen“:  „Diese Erzählsituation erscheint natürlich. Wenn jemand erzählt, was ihm passiert ist, spricht er ebenfalls aus der Ich-Perspektive. In der Regel ist diese Perspektive besonders geeignet, ein Identitätsgefühl mit dem Erzähler beim Leser zu wecken. Das Gefühl also, der Leser erlebe selbst, was dem Erzähler als Figur des Textes geschieht.“

In den drei Romanen, die mir also zugefallen sind, ist diese Intention nachvollziehbar. Allerdings sind die Autoren meiner Einschätzung nach daran gescheitert.

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