Präsentation des Budgets der Vielen - mit Foto-, Video- und Interviewmöglichkeiten
Eine breite zivilgesellschaftliche Allianz hält am 9. Juni 2026 um 10 Uhr vor dem Parlament die Alternative Budgetrede. Sie wird dabei ein Budgetkonzept aus feministischen, sozialen, ökologischen, Care- und Friedens-Perspektiven präsentieren – eine zukunftsorientierte Antwort auf das Kürzungs-Budget der Bundesregierung.
Alternative Budgetrede: Präsentation des Budgets der Vielen: Zukunftsinvestitionen statt Kürzungen bei den vielen
9. Juni 2026, 10 Uhr
Vor dem Parlament, Dr.-Karl-Renner-Ring 3, 1010 Wien
Mit Mitgliedern der zivilgesellschaftlichen Allianz:
FAIR Sorgen! - https://fairsorgen.at
Attac Österreich – https://www.attac.at
Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen (BEIGEWUM) – http://www.beigewum.at
Die Armutskonferenz – https://www.armutskonferenz.at
Fiscal Future Austria
Fridays for Future – www.fridaysforfuture.at
Global 2000 - https://www.global2000.at
Inklusion Österreich – https://www.inklusionoesterreich.at
Österreichischer Frauenring – https://www.frauenring.at
One Billion Rising Austria – https://1billionrising.at
Women International League for Peace and Freedom – https://wilpf.at
Rückfragen:
FAIR Sorgen! Elisabeth Klatzer - Telefon: 0650 5050565 - E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Global 2000 Antonia Petri - Tel: 0699 14 2000 82 - E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
+ Alternative Budgetrede: Zukunftsinvestitionen statt Kürzungen
+ "Ein gerechtes Budget für alle Menschen in Österreich ist möglich"
Eine breite zivilgesellschaftliche Allianz* präsentiert heute, 9. Juni, vor dem Parlament das Budget der Vielen. Einen Tag vor der Budgetrede des Finanzministers liefert die Zivilgesellschaft eine zukunftsorientierte Alternative zum perspektivlosen Kürzungs-Budget der Regierung. Während die Regierung Einschnitte bei jenen vornimmt, die ohnehin wenig haben, zeigt das Budget der Vielen, wie eine zukunftsorientierte Steuer- und Budgetpolitik mit feministischen, sozialen, ökologischen, Care- und Friedens-Perspektiven aussieht. (FOTOLINK, weitere Fotos folgen im Laufe des Tages.)
Großes Potenzial auf Einnahmen- und Ausgabenseite
"Wir zeigen, dass ein gerechtes Budget für alle Menschen in Österreich möglich ist. Denn das Geld ist da – ganz ohne den finanziell schlechter Gestellten noch größerer Lasten aufzubürden. Es ist eine Frage des politischen Willens, zukunftsschädliche Ausgaben abzubauen und faire Beiträge der Reichsten zu erheben“, erklärt Elisabeth Klatzer von FAIRSorgen!, eine der Initiatorinnen des Alternativen Budgets.
Die Maßnahmen des Budgets der Vielen bringen Mehreinnahmen von mindestens 30 Milliarden Euro jährlich, mittelfristig deutlich mehr: Dazu gehören ein fairer Beitrag der Reichsten und von Konzernen, der Abbau klima- und umweltschädlicher Subventionen und die sozial gerechte Umwandlung des Familienbonus, der vor allem gutverdienenden Vätern zugutekommt, während Frauen die unbezahlte Arbeit haben, schaffen einen großen Spielraum.
Regierung verzichtet auf Milliarden aus Vermögens- und Erbschaftssteuern
Max Hollweg von Attac Österreich betont: „Die Regierung verzichtet auf Milliarden aus Vermögens- und Erbschaftssteuern, kürzt dafür bei Sozialleistungen und Klimaschutz und steckt Rekordbeträge in Aufrüstung. Statt die Kosten auf die breite Bevölkerung abzuwälzen, müssen die Reichsten einen fairen Beitrag leisten. Wir brauchen mehr Investitionen in Frieden, Soziales und Umwelt – nicht in immer höhere Militärausgaben.“ Attac hat dazu eine Petition an de Bundesregierung gestartet.
Care-Investitionen mit höchsten Beschäftigungs- und Wachstumswirkungen
Zukunftsinvestitionen in Care-Leistungen sind einer der Schwerpunkte des Budgets der Vielen: „Gerade jetzt in der sich zuspitzenden Care-Notlage und der sich drastisch verschlechternden Versorgung in Gesundheit, Betreuung und Bildung braucht es ein starkes Investitionspaket in Care-Leistungen. Das ist nicht nur gutes Wirtschaften fürs Leben, sondern angesichts der flauen Wirtschaftsentwicklung auch ein wirtschaftspolitisches Gebot der Stunde. Investitionen in diese Bereiche haben die höchsten Beschäftigungs- und Wachstumswirkungen und bringen eine hohe Wertschöpfung in Österreich“, betont Elisabeth Klatzer von FAIRSorgen!
Klimaschutz statt fossile Übergewinne
Ein weiterer Schwerpunkt des Budgets der Vielen liegt beim Klima- und Umweltschutz. „Überall wird gekürzt, nur bei den fossilen Großkonzernen werden beide Augen zugedrückt. Damit manifestiert die Bundesregierung, dass ihre Prioritäten in der Vergangenheit liegen. Wir fordern nichts Utopisches, nur dass die jungen Generationen nicht auf diesem fossilen Schuldenberg sitzen bleiben", betont Laila Krichbaum von Fridays For Future.
Auch Hannah Keller, Klima- und Energiesprecherin der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 stellt fest: „Die Bundesregierung muss die Milliarden Übergewinne von Konzernen und Energieversorgern, die von unserer fossilen Abhängigkeit profitieren, endlich angemessen besteuern. Gleichzeitig brauchen wir dringend Investitionen in den Klimaschutz: Angemessene Förderungen für Sanierungen und Heizungstausch, eine Weiterfinanzierung des Klimafonds und leistbaren öffentlichen Verkehr.“
Frauen am stärksten von unsozialen Kürzungen betroffen
Ein faires Budget muss auch nach feministischen und sozialen Perspektiven gestaltet werden. Klaudia Frieben vom Österreichischen Frauenring sagt: „Frauen haben die Budgetkrise nicht verursacht, trotzdem sind sie von den sozialen Kürzungen der Regierung in hohem Ausmaß betroffen. Das ist nicht akzeptabel. Das Budget darf nicht auf Kosten von Frauen saniert werden. Frauen haben das Recht auf soziale Absicherung, Investitionen in Berufstätigkeit und Unabhängigkeit.“
Dem fügt Angie Weikmann von Inklusion Österreich hinzu: „Kinder mit Behinderungen und deren Familien bekommen aktuell einen Versorgungsnotstand in Österreichs Pflichtschulen drastisch zu spüren. Es braucht eine sofortige Notfinanzierung in der Höhe von 150 Millionen Euro und Anhebung des Ressourcendeckels für Herbst 2026.“
Bei der Bildung zu sparen bedeutet an der Zukunft zu sparen
Lena Rauscher von Fiscal Future Austria betont in Hinblick auf das Einfrieren der Universitätsbudgets: „Bei der Bildung zu sparen bedeutet an der Zukunft zu sparen. Dort den Rotstift anzusetzen, ist ein deutliches Signal für die Prioritätensetzung einer Regierung, der kurzfristige Budgetkonsolidierung wichtiger ist als die Stärkung der Chancengerechtigkeit junger Menschen.“
Investitionen in Friedensarbeit statt ungebremste Militärausgaben
Statt Milliarden an öffentlichen Geldern für Kriegswaffen an die Rüstungsindustrie zu überweisen, investiert das Budget der Vielen in soziale Sicherheit und Friedensförderung: Mindestens die Hälfte des Militärbudgets sollte für echte Friedensarbeit eingesetzt werden: Das alternative Budget sieht 500 Millionen Euro für einen Aufbauplan für aktive Friedenspolitik, die Einrichtung eines Ministeriums für Frieden und solidarische Zusammenarbeit sowie einen Bertha von Suttner Friedens-Fonds dotiert mit 50 Millionen Euro vor.
Austeritätspolitik geht auf Kosten der Gesellschaft und der Umwelt
„Die Bundesregierung hat sich dazu entschieden, Austeritätspolitik auf Kosten der Gesellschaft und der Umwelt zu verfolgen. Doch es ist möglich, Wohlstand gerecht zu verteilen, das Budget sozial und ökologisch fair zu gestalten, und dadurch auch Impulse für die Wirtschaft zu setzen“, erklärt Clara Himmelbauer vom BEIGEWUM.
