Der Geldtransporter des Monats März wurde in Ungarn gestoppt. „Die ungarischen Behörden setzten vorübergehend sieben Ukrainer fest und beschlagnahmten einen Geldtransport aus Österreich mit Bargeld und Gold im Wert von rund 82 Millionen Dollar.“ (Salzburger Nachrichten, 6.3.26) Was Österreich damit zu tun hat, wollte oder konnte der Finanzminister bislang nicht aufklären. + + „Eine weitere Eskalation im Konflikt zwischen der ungarischen Regierung und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj“, so fob.at (6.3.26)

Update 12. Mai 2026 - Nun sickert durch, dass dieser Transport kein Einzelfall war. Die Transporte laufen schon seit Jahren, wie FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker berichtet.
+ 20 Milliarden Bargeld und Gold nach Kiew – warum schaut Österreich systematisch weg?
+ Anfragebeantwortung von SPÖ-Minister Marterbauer zeigt Kontrollversagen
10. Mai 2026 (Freiheitlicher Parlamentsklub via APA / OTS) - „Wir reden hier nicht von Spielgeld. 1.030 angemeldete Bargeld- und Goldtransporte, rund 12 Milliarden Euro plus 7,75 Milliarden US-Dollar, physisch über 1.300 Kilometer ins Kriegsgebiet gefahren – und der zuständige Finanzminister sagt mir auf eine ganze Latte konkreter Fragen schlicht: Wir wissen nichts, wir prüfen nichts, wir haben nichts erhoben. Das ist keine Antwort, das ist Aufgabenverweigerung", so FPÖ-Generalsekretär NAbg. Christian Hafenecker, MA.
+ Die Liste dessen, was das Finanzministerium laut eigener Anfragebeantwortung NICHT weiß und NICHT geprüft hat, ist erdrückend:
+ Herkunft der Bargeldbeträge: nicht geprüft – auch nicht, ob Steuergeld dabei ist
+ Herkunft der Goldbarren (Seriennummern, „bar lists", Eigentumskette): keine Informationen
+ Auftraggeber, wirtschaftlicher Eigentümer, Verwendungszweck in der Ukraine: keine Informationen
+ Rolle der Raiffeisen Bank International (RBI) und anderer heimischer Kreditinstitute: keine Informationen, keine behördlichen Erhebungen
+ Stand der Finanzmarktaufsicht (FMA): keine Informationen
+ Sanktionsscreening, Routenabweichung, FIU-Hinweise: keine Informationen
Der Kontrast zum Alltag jedes Österreichers ist dabei der eigentliche Skandal. „Wenn man in Österreich als Privatperson 12.000 Euro aus einem geerbten Sparbuch auf sein Girokonto einzahlen will, dann muss sie nach dem Finanzmarkt-Geldwäschegesetz lückenlos belegen, woher dieses Geld stammt – Erbschein, Verlassenschaftsabhandlung, Kontoauszüge. Sonst wird die Einzahlung verweigert oder gleich eine Verdachtsmeldung erstattet. Wer mit mehr als 10.000 Euro in bar über die EU-Außengrenze fährt, muss das beim Zoll detailliert deklarieren. Aber wenn 20 Milliarden Euro in Werttransportern in ein Kriegsgebiet rollen, dann fragt das österreichische Finanzministerium nicht einmal, woher das Geld kommt. Das ist eine Zwei-Klassen-Justiz im Finanzwesen", so Hafenecker.
„Verschärft wird die Schieflage durch die Belastungspolitik der Verlierer-Ampel aus SPÖ, ÖVP und NEOS: Während den heimischen Pensionisten heuer rund 200 Millionen Euro durch verweigerte volle Inflationsabgeltung und Pensions-Kürzungen aus der Tasche gezogen werden, fließt das Geld bei Milliarden-Transfers offenbar ohne Kontrolle. Eine einprozentige Transaktionsgebühr auf diese Ukraine-Transfers würde diese Pensions-Belastung übrigens locker gegenfinanzieren“, erklärte Hafenecker.
Die FPÖ fordert vollständige Aufklärung: lückenlose Offenlegung aller seit 2022 angemeldeten Werttransporte aus Österreich in die Ukraine inklusive Auftraggeber, Empfänger und Zweck, eine Sonderprüfung durch die FMA zur Compliance der beteiligten Kreditinstitute sowie einen umfassenden Bericht der Geldwäschemeldestelle (A-FIU) im Finanzausschuss. „Beim kleinen Mann zählt jeder Cent dreifach, beim großen Geldfluss schaut die Verlierer-Ampel weg. Wir Freiheitliche werden nicht ruhen, bis jede einzelne dieser 1.030 Anmeldungen auf dem Tisch liegt", so Hafenecker abschließend.
Anmerkung ethos.at: Auf der Seite des Finanzministeriums findet sich bis Date (13.5.26) keine Information dazu. Die aktuelle Leistungsbilanz der Finanzpolizei spiegeln drei Presseberichte von Anfang Mai 2026:
+ 12. Mai 2026 Schlag gegen illegale Beschäftigung und Zollvergehen – Finanzpolizei deckt Betrug in der Zustellbranche auf. Die vorläufige Gesamtsumme der verhängten Strafen und Nachforderungen beläuft sich auf rund 118.000 Euro.
+ 7. Mai 2026 Finanzamt Österreich stellt knapp eine Million Euro nach illegalem Goldhandel und Bilanzfälschung sicher. Auslöser des Zugriffs waren die Aufdeckung massiver Bilanzfälschungen sowie behördliche Erkenntnisse über ein illegales Geldtransfer-Netzwerk und einen undokumentierten Goldhandel. Dabei versuchten die Täter vergeblich, ihre illegalen Vermögenswerte in den Räumlichkeiten eines angrenzenden Elektrohandels vor den Augen der Einsatzkräfte zu verstecken. Der komplexe Fall umfasst nun weitreichende Ermittlungen wegen schweren Betrugs, Geldwäsche und möglicher Terrorfinanzierung.
+ 3. Mai 2026 Hausdurchsuchung bei Tiroler Hotel: Finanzpolizei deckt illegale Beschäftigung und mutmaßlichen Menschenhandel auf. Gegenüber den Beamtinnen und Beamten des LKA Tirol gaben die Betroffenen anfangs noch an, sich ausschließlich als Urlauber in dem Beherbergungsbetrieb aufzuhalten. Im Rahmen umfangreicher Vernehmungen brachen sie jedoch ihr Schweigen und gaben zu, bereits in Brasilien gezielt für die Arbeit in Tirol angeworben und vom Hotelbetreiber illegal beschäftigt worden zu sein. Damit erhärtete sich neben dem Verdacht auf gewerbsmäßige Schwarzarbeit auch der schwerwiegende Verdacht, dass die Brasilianerinnen und Brasilianer Opfer von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung geworden sind. Von der Finanzpolizei folgen nun Anzeigen nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz, dem allgemeinen Sozialversicherungsgesetz und dem Arbeitszeitgesetz. In Summe erwarten den Arbeitgeber Strafen in Höhe von rund 40.000 Euro. Zudem wird wegen des Verdachtes auf Unterentlohnung ermittelt.
