Wiener Energie- und Klimaforum

April 2026 – (Information des Außenministeriums BMEIA) Das Internationale Wiener Energie- und Klimaforum (IVECF) wurde heute in der Hofburg in Wien unter dem Thema „Wohlstand, Sicherheit und Stabilität mit Energie vorantreiben“ eröffnet. In den kommenden zwei Tagen bringt das IVECF Führungspersönlichkeiten aus Politik, internationalen Organisationen, dem Privatsektor, Finanzinstitutionen, der Forschung sowie der Zivilgesellschaft zusammen, um Maßnahmen für eine gerechte und klimaresiliente Entwicklung zu beschleunigen.

Chemtrails Kreuzung

Das Forum wird von der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) gemeinsam mit dem österreichischen Außenministerium, der Austrian Development Agency (ADA) sowie dem Internationalen Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA) organisiert.

[ANMERKUNG ethos.at: Schön, dass Wien neben Schwarzeneggers AUSTRIA WORLD SUMMIT, das am 16. Juni 2026 bereits zum 10. Mal in der Wiener Hofburg stattfinden wird, nun einen zweiten internationalen Debattierklub als Beitrag zur Erderwärmung beherbergt.]

 "Dieses Forum findet in einer Zeit wachsender geopolitischer Instabilität und Konflikte statt. Steigende Preise für Energie, Düngemittel und Lebensmittel betreffen alle – doch einmal mehr zahlen die Entwicklungsländer den höchsten Preis, so wie auch beim Klimawandel. Gleichzeitig ist dies aber auch ein Moment der Chancen. Entwicklungsländer haben das Potenzial, nicht nur ihren eigenen Energiebedarf zu decken, sondern zu Exporteuren sauberer Energie zu werden und ihre nachhaltige industrielle Entwicklung durch lokale Wertschöpfung und Beschäftigung im Sektor zu beschleunigen. Was wir jetzt brauchen, ist eine stärkere internationale Zusammenarbeit sowie ein neues Abkommen für Investitionen und Innovationen in Industrie und saubere Energie im Globalen Süden – um die Energiewende zu einem Motor für Wohlstand, Sicherheit und Stabilität für alle zu machen." UNIDO-Generaldirektor Gerd Müller.

"Die Volatilität, die wir derzeit erneut bei Versorgung und Preisen erleben, ist ein Weckruf, dass Energieabhängigkeit ihren Preis hat – nicht zuletzt in Bezug auf Stabilität und Sicherheit. Wir müssen den Übergang zu nachhaltiger, sicherer und leistbarer Energie durch stärkere internationale Zusammenarbeit beschleunigen. Ich bin stolz darauf, dass Wien in einer Zeit, in der gemeinsames Handeln für unsere gemeinsame Energiezukunft wichtiger denn je ist, so viele engagierte Partner zusammenbringt." Außenministerin Meinl-Reisinger.

Angesichts zunehmender globaler Unsicherheiten und einer anhaltenden Energiekrise unterstreicht das Forum die Dringlichkeit, Lösungen voranzutreiben, die diesen Herausforderungen begegnen – durch eine beschleunigte Energiewende, grüne Industrialisierung und Klimaanpassung. Durch integrierte Lösungsansätze zielt das Forum darauf ab, Ressourcenabhängigkeiten zu verringern, Preisschwankungen in der aktuellen Energiekrise abzufedern, Arbeitsplätze zu schaffen und Ungleichheiten zu bekämpfen – und damit Sicherheit, Stabilität und gemeinsamen Wohlstand zu stärken. Die Diskussionen werden sich auch mit grüner industrieller Erholung in von Krisen betroffenen Regionen befassen.

Die Energiewende in Verbindung mit grüner Industrialisierung kann den Zugang zu nachhaltiger Energie erweitern, neue grüne Industrien fördern, wirtschaftliche Diversifizierung vorantreiben und die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Rohstoff- und erneuerbare energiereiche Entwicklungsländer haben die Chance, über den Export von Rohstoffen hinauszugehen und höherwertige Rollen in globalen Wertschöpfungsketten zu übernehmen. Der Wandel eröffnet zudem bedeutende Chancen für Frauen und junge Menschen, indem er ihre Beteiligung in aufstrebenden grünen Sektoren, im Unternehmertum und in qualifizierter Beschäftigung stärkt. Das IVECF wird die politischen Rahmenbedingungen und Investitionsstrategien beleuchten, die erforderlich sind, um dieses Potenzial zu nutzen.

Das Forum wird sich zudem mit konkreten Lösungen für besonders vom Klimawandel betroffene Länder befassen, mit einem starken Fokus auf den Ausbau der Süd-Süd- und Dreieckskooperation. Dazu gehören die Förderung der Übertragung politischer Maßnahmen, die Verbreitung von Technologien sowie gemeinsame Investitionen mit den am wenigsten entwickelten Ländern (LDCs), Binnenentwicklungsländern (LLDCs) und kleinen Inselentwicklungsländern (SIDS).

Als zukunftsorientierte und handlungsbezogene Plattform dient das IVECF als Ausgangspunkt für neue Investitionen und Partnerschaften. Das Forum wird die Umsetzung der Belém Declaration on Global Green Industrialization im Rahmen eines mehrjährigen Aktionsplans diskutieren, der sich auf Wissensaufbau, internationalen Dialog und ländergeführte Umsetzung konzentriert, um Fragmentierung zu verringern und Fortschritte zu beschleunigen. Darüber hinaus wird das IVECF substanzielle Beiträge zu den aufkommenden Diskussionen über die Entwicklungsagenda nach 2030 leisten.

Livestream ansehen:

Tag 1: https://www.youtube.com/watch?v=GUa6rcGEQhI

Tag 2: https://www.youtube.com/watch?v=16mIjxqAyHw

+ BUCHTIPPS von ethos.at

+ Andreas Luczak, Deutschlands Energiewende

+ Werner Kirstein, Klimawandel. Realität, Irrtum oder Lüge?

+ Bill Gates, Wie wir die Klimakatastrophe verhindern

ethos.at hat nachgefragt:

Österreichisches Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten

Abteilung I.3 – Presse und Information

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S.g. Frau Außenministerin Meinl-Reisinger!

+ Bitte um Auskunft, wie hoch die Kosten des Wiener Energie- und Klimaforum sind; und wie hoch ist der Kostenanteil Österreichs (inklusive aller Partner: Außenministerium, Austrian Development Agency, International Partnerships Austria).

+ „Wir müssen den Übergang zu nachhaltiger, sicherer und leistbarer Energie durch stärkere internationale Zusammenarbeit beschleunigen.“ Angesichts der aktuellen Krise im Mittleren Osten stellt sich die Frage, wie und wann Österreich wieder auf die unerschöpflichen Erdgasreserven aus Russland zugreifen kann und wird. Wohlgemerkt: Erdgas ist im EU Green-Deal bis 2050 als Übergangsenergie anerkannt!

+ Die Infolge der Russland-Sanktionen mutwillig zerstörten Öl- und Gaslieferabkommen sollten zur Verringerung der Abhängigkeit von Russland führen. Von welchen Ländern und zu welchen Konditionen ist Österreich bei den Öl- und Gaslieferungen nun abhängig? Und: was kosten die neuen Abhängigkeiten finanziell und außenpolitisch?

+ „Darüber hinaus wird das IVECF substanzielle Beiträge zu den aufkommenden Diskussionen über die Entwicklungsagenda nach 2030 leisten.“ Bitte um Übermittlung aller „substanzieller Beiträge“, die auf dem Energie- und Klimaforum vorgestellt wurden.