Update 12. Mai 2026 - Wer eine echte Politkarriere macht, hat zwei Möglichkeiten: 1. Sesselkleben, wenn vor dem Sessel ein aus einsreichend großer Schreibtisch steht und der Sessel finanziell weich gepolstert und auf einige Jahre gesichert ist. 2. Die Drehtüre! Der Weg vom Polizeibeamten zum Spitzenfinanzer der Europäischen Investitionsbank (EIB), wofür der Posten eines Bundeskanzlers nur ein kleiner Sidestep ist, bevor die Drehtür direkt zu einem noch größeren Schreibtisch führt und der Arsch auf einem Sessel Platz nehmen kann, der finanziell noch weicher gepostert und vor allem auf Jahre abgesichert ist; im Unterschied zum Schleudersitz eines Kanzlers. So hielt es der FREIHEITSkämpfer Loacker.
Echte Demokratie @JosefWagne40124 via X.com 12.5.2026 - NEOS wollten einst Postenschacher bekämpfen, jetzt sitzen sie am Futtertrog! Loacker, früher einer der lautesten Kritiker von Postenschacherei, soll nun auf 27000-€-Posten beim EU-Rechnungshof gehoben werden. Aus Kampf gg Günstlingswirtschaft ist Teilhabe am System geworden.
von Gerald Loacker, NR der Neos
30. Oktober 2023 via facebook - Freiheit leben statt Sesselkleben - Gestern vor 10 Jahren bin ich als Abgeordneter zum Nationalrat angelobt worden. Damals war ungewiss, ob unsere junge Partei lange überleben würde. Davon unabhängig habe ich mir einen Horizont von 10 Jahren gesetzt.

Inzwischen habe ich zwei Wiederwahlen geschafft, zuletzt mit 13,6% im Bundesland Vorarlberg; unsere Landespartei konnte nach dem Einzug in den Landtag 2014 beim zweiten Antritt im Jahr 2019 den Klubstatus erreichen, unsere Stadtpartei, die ich noch 2015 selbst in den Wahlkampf geführt hatte, ist 2020 ebenfalls mit einem dritten Sitz gestärkt worden. Die Aufbauarbeit in meinem Heimatbundesland trägt Früchte.
Im Parlament, wo ich in vielen der letzten 10 Jahre der Abgeordnete mit den meisten Anträgen und Anfragen war, um das Maximum für die Wähler herauszuholen, habe ich die #Pensionen öfter zum Thema gemacht, als es den Kollegen außerhalb (und manchmal innerhalb) meiner Fraktion lieb war. Heute weiß fast jeder, was das „schwedische Modell“ ist. Mit meiner Arbeit zu den #Kammern habe ich Details über Millionenvermögen, Inserate und Zusatzpensionen bekannt gemacht, die deren Zwangsmitglieder davor nur erahnen konnten. Und im hochemotionalen Streit um die #Impfpflicht konnte ich zeigen, dass ich das freie Mandat auch lebe, wenn es Kraft erfordert. Unglaublich viel mehr ist in diesen zehn Jahren passiert – vieles davon war gut.
Und doch naht die Zeit für Neues. Ich werde daher 2024 nicht mehr für den Nationalrat kandidieren. „Freiheit leben statt Sesselkleben“ war ein Wahlkampfmotto, mit dem ich 2013 in den Nationalrat eingezogen bin. Es war ein Versprechen den Wählern, aber auch mir selbst gegenüber, eben nicht am Sessel zu kleben, sondern nach einigen Jahren den Platz wieder freizumachen. Dieses Versprechen werde ich einlösen. Unsere Landespartei hat viele tüchtige Leute, die für eine Nachfolge in Frage kommen.
In der Verantwortung meinen Unterstützern und allen meinen Wählern gegenüber habe ich 10 Jahre mein Bestes gegeben – und das werde ich auch in den verbleibenden Monaten weiter tun.
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